120 Jahre TSV Haunstetten

Ereignisse und Begebenheiten aus 120 Jahre TSV Haunstetten

Vorbemerkungen (Erarbeitet und zusammengestellt von Karl Wahl 2012)
Viele der folgenden Ereignissse sind der ehemaligen Haunstetter Zeitung entnommen, die von 1900 bis 1973 erschien. Dazu musste der Autor sehr viele Stunden im Augsburger Stadtarchiv, in der Stadt- und Staatsbibliothek in Augsburg sowie beim Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München aufwenden. Auch ist einiges von „alten Haunstettern“ erfragt, wovon einige schon nicht mehr unter den Lebenden weilen.
Der Autor konnte selbstverständlich nicht Alles und Jedes, was jemals beim TSV geschehen oder vorgefallen ist, hier aufführen. Was seit ungefähr 2002 alles geschah, ist noch relativ frisch im Gedächtnis der Mitglieder und der Allgemeinheit, weshalb auf die Wiedergabe hier verzichtet wurde.

01.02.1892
Der „Turnverein“ Haunstetten, damals noch nicht „Turn- und Sportverein“ (TSV) wurde am 1. Februar 1892 von 21 Sportlern gegründet. Geturnt wurde im Gasthaus Sonne. Das frühere Gasthaus Sonne stand damals genau auf der heutigen Landsberger Straße, unmittelbar nördlich der Abzweigung der Inninger Straße und der Tattenbachstraße. Wer aus Königsbrunn kam, musste an der „Sonne“ entweder nach links in die heutige Inninger oder nach rechts in die heutige Tattenbachstraße abbiegen (damals gab es noch keine Straßennamen in Haunstetten, nur die Hausnummern). Die alte Wirtschaft wurde wegen des Baues der „Umgehungsstraße“ (Landsberger Straße) 1931 abgebrochen und die neue „Sonne“ knapp westlich daneben erbaut. Derzeit ist dies das Gasthaus und die Hendl-Braterei „Haunstetter Hof„.

TSV-01Das ehemalige Gasthaus „Zur Sonne“ stand genau auf der heutigen Landsberger Straße, unmittelbar nördlich der Abzweigung der Inninger Straße und der Tattenbachstraße. Wer aus Königsbrunn kam, mußte an der „Sonne“ entweder nach links in die heutige Inninger oder nach rechts in die heutige Tattenbachstraße abbiegen (damals gab es noch keine Straßennamen in Haunstetten, nur die Hausnummern). Bild: Sammlung Wahl

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Das ehemalige Gasthauses „Zur Sonne“. Bild: Sammlung Wahl

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Der Veteranen- und Kriegerverein feierte 1923 sein 50jähriges Jubiläum in der alten Wirtschaft zur Sonne. Im Bild links kommt die Straße von Königsbrunn, schräg rechts beginnt die heutige Inninger Straße und schräg links die heutige Tattenbachstraße. Straßennamen gab es damals noch nicht, nur Hausnummern. Im Bild rechts ist der Stufengiebel des ehemaligen Gasthauses „Zur Sonne“ zu sehen. Das niedere Haus im Bild links, stand in der Süd-West-Ecke der heutigen Straßen Königsbrunner- und Inninger Straße. Es war das Anwesen Stegmeyer. Bild: Sammlung Wahl

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Knapp westlich neben dem ehemaligen Gasthaus „Zur Sonne“ wurde 1931 eine neue Wirtschaft „Sonne“ erbaut. Im Jahr 2011 „Haunstetter Hof“. Die ehemalige Wirtschaft wurde abgebrochen wegen des Baues der heutigen Landsberger Straße 1931/32, die damals als „Umgehungsstraße“ gebaut wurde. Bild: Sammlung Wahl

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Das 1931/32 erbaute Gasthaus „Sonne“ (im Jahr 2011 „Haunstetter Hof“). Daneben die Metzgerei Mattes. Bild: Sammlung Wahl

 

 

1895
Die erste Satzung des Turnvereins Haunstetten wird beschlossen.

28.06.1896
Der Verein läßt seine erste Fahne weihen.

1898
Josef Kreil gründet die erste Sängerriege des Turnvereins Haunstetten. (Es gab an der Süd-Ost-Ecke Marconi – Arberstraße ehemals ein Lebensmittelgeschäft Kreil.

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Josef Kreil gründet 1898 die erste Sängerriege des TV Haunstetten. Es war wohl musikalisch gebildet, denn A. Kreil hatte das Salonorchster Haunstetten. A. Kreil und Josef Kreil könnten Brüder gewesen sein. Es bestand ehemals an der Süd-Ost-Ecke Marconi – Arberstraße ein Lebensmittelgeschäft Kreil. 1913 und 1927 ist Josef Kreil als Spezereihändler nachgewiesen. Bild: Karl Wahl

12.04.1903
Der Turnverein Haunstetten veranstaltet am Sonntag, 12. April 1903 im Saal des Gasthauses „Jägerhaus“ eine Varietè-Vorstellung „zum Besten der Anschaffung neuer Turngeräte.“ Eintritt:1. Platz 1 Mark, 2. Platz 50 Pfennige.

26.06.1904
Die Sängerriege des Turnvereins veranstaltet am Sonntag, 26. Juni 1904, nachmittags um 4 Uhr eine Familienunterhaltung in der Gastwirtschaft „Jägerhaus„.

8. Juli 1905
Der TV erlässt eine erweiterte und verbesserte Satzung.

01.09.1907
Der TV Haunstetten feiert am Sonntag, 1. September 1907, „nachmittags um 4 Uhr“ im Gasthaus „Jägerhaus“ sein 15jähriges „Stiftungsfest“ mit Ehrungen, Familienunterhaltung, turnerischen Vorführungen, theatralischen und humoristischen Aufführungen sowie mit Lichtbildern.

TSV-07Das ehemalige Gasthaus Jägerhaus an der Bürgermeister-Widmeier-Straße. Es wurde im II. Weltkrieg durch eine Fliegerbombe zerstört. Die ehemalige Gartenschänke wird ersatzweise seit vielen Jahren als „Jägerhaus“ geführt. Bild: Sammlung Wahl

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Das ehemalige Gasthaus Jägerhaus an der Bürgermeister-Widmeier-Straße. Es stand zwischen den beiden niederen Häusern mit den hellen Giebeln. Zwei Häuser weiter entfernt ist das ehemalige Gasthaus „Prinz Leopold“ zu erkennen. Bild: Sammlung Wahl

 

TSV-09Der Biergarten des ehemaligen Gasthauses „Jägerhaus“. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

 

TSV-10„Jägerhaus-Festsaal im Fasching 1937. Motto des Faschingsschmucks: „Es wird in 100 Jahren wieder so ein Frühling sein“. Das Motiv war alljährlich eine andere Operette. Die Leitung der Saal­schmückung hatte Andreas Kaiser.“ Der Saal blieb, als eine Fliegerbombe das Gasthaus zerstörte, leicht beschädigt bestehen. Daraus wurde nach dem II. Weltkrieg das Kino Atrium. Bild: Sammlung Wahl

 

TSV-11Der Festsaal des ehemaligen Gasthauses „Jägerhaus“. Der Saal blieb, als eine Fliegerbombe das Gasthaus zerstörte, leicht beschädigt bestehen. Daraus wurde nach dem II. Weltkrieg das Kino Atrium. Bild: Sammlung Wahl

 

 

TSV-12„Jägerhaus-Festsaal beim Faschingsball der Sängergesellschaft Einigkeit anno 1933 mit dem Motto: „Im Rosengarten von Sanssouci“. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

12.10.1907
Der TV kauft von Mitglied Kaspar Settele einen zwei Tagwerke großen Sommer-Turn- und Spielplatz. Das ist der Sportplatz an der
Jahnstraße.

1909
Es wird die Baufondkasse zum Turnhallenbau gegründet. Gräfin von Tattenbach stiftet 5.000 Goldmark in die Baufondkasse, die Gemeinde Haunstetten ebenfalls 5.000 Goldmark sowie die Spinnerei und Weberei Haunstetten 1.000 Goldmark.

17.06.1909
Gründung der Frauengymnastik im TV.

Juli/August 1909
Von Samstag, 31. Juli bis Dienstag, 3. August 1909 wird das 13. Bundesturnfest in Ingolstadt veranstaltet. Der Turnverein Haunstetten erreicht mit seiner Mannschaft in der Stärkeklasse 2 bei 20 Teilnehmern den 1. Platz (1. Riegenpreis). Die Preisverteilung nahm Prinz Ludwig, der spätere Bayerische König Ludwig III., persönlich vor. Als er dem Leiter der Haunstetter Musterriege, dem damaligen Oberturnwart Josef Schmid, den Eichenkranz und die Siegerurkunde überreichte, da fragte er ihn plötzlich: „Nun, wie steht es mit Haunstetten? Ist es schon eingemeindet nach Augsburg“ ?

19.09.1909
Am Sonntag, 19. September 1909, nachmittags um 3 Uhr
veranstaltet der TV Haunstetten ein Schauturnen und die Vorführung der Musterriege, die in Ingolstadt den 1. Preis errungen hatte.

TSV-13Von Samstag, 31. Juli bis Dienstag, 3. August 1909 wird das 13. Bundesturnfest in Ingolstadt veranstaltet. Der Turnverein Haunstetten erreicht mit seiner Mannschaft in der Stärkeklasse 2 bei 20 Teilnehmern den 1. Platz (1. Riegenpreis). Im Bild die „Musterriege“ des TV Haunstetten. Bild: Sammlung Wahl

 

01.01.1910
Der Turnverein führt am 1. Januar 1910 im Vereinslokal
(Gasthaus „Jägerhaus„) eine Zöglingsbescherung mit turnerischen Aufführungen durch. Abends um 20 Uhr (am 1.1.1910 !) findet eine Sylvester- und Siegesfeier statt, verbunden mit „Zylinder- und Koks-Kneipe„. Koks ist eine frühere Schreibweise von Goks (Melone oder Bowler). Zöglinge waren die jungen Anfänger-Turner im Alter von 13 bis 18 Jahren. Eine „Kneipe“ war eine Veranstaltung in einer Gaststätte, bei der oft eine bestimmte Kleidung getragen wurde (hier Zylinder oder Goks) und Bier getrunken wurde, wobei auch mancherlei Reden gehalten wurden.

09.10.1910
Der Turnverein Haunstetten veranstaltet am Sonntag, 9. Oktober 1910 das
1. Gauspielfest des Turngaues Augsburg„.

12.03.1911
Prinzregentenfeier „Zum Allerhöchsten 90. Geburtstagsfeste Seiner königlichen Hoheit des Prinz-Regenten Luitpold von Bayern: Freitag abend Zapfenstreich mit Musik und Tambours [hier Trommler] unter Beteiligung mehrerer Lokalvereine und Fackelträger von Buben des TV.“

Samstag 11. März 1911
Feier für die Schuljugend im Schulhaus.

Sonntag 12. März 1911
Tagreveille (militärischer Weckruf) und Böllerschüsse aus der Gemeindeeigenen Kanone. Festzüge zu der katholischen wie auch zur evangelischen Kirche. Als Teilnehmer wurden angeordnet: Alle drei Freiwilligen Feuerwehren (FFw der Gemeinde Haunstetten, der Spinnerei und Weberei Haunstetten sowie der Bleicherei Martini), die freiwillige Sanitätskolonne, die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Karl Seethaler und Sekretär Peter Ziegler, der Veteranen- und Kriegerverein, die Sängergesellschaft Einigkeit, der katholische Jugendbund, der katholische Männerverein, der Turnverein mit Zöglingen (Turnernachwuchs in Ausbildung), die Schützenvereine Lechgebüsch und Gemütlichkeit, beide mit ihren Gewehren, der Radfahrerclub mit schön dekorierten Rädern. Alle Vereine mit Fahnen oder Standarten. Nach dem Festzug Frühschoppen im Hirsch (Gaststätte am Georg-Käß-Platz, Name im Jahre 2012: „Wein + Pilsstube„).

25.11.1911
Der TV Haunstetten beschließt den Bau der Turnhalle an der Jahnstraße und gründet einen Bauausschuß. Die Gräfin von Tattenbach läßt auf ihre Kosten von Architekt Karl Bauer, Ulm und München, den Plan für die endgültige Ausführung erarbeiten. Bauer soll damals Dombaumeister gewesen sein. Er ist auch der Architekt des Käß-Mausoleums auf dem Alten Friedhof in Haunstetten.

1913
Der TV kauft von der Pfarrgründestiftung St. Georg ein Tagwerk Grund dazu und vergrößert damit den Sportplatz und das Grundstück an der Jahnstraße von zwei auf drei Tagwerk.

09.04.1913
Zum Turnhallenbau: „Schließlich wurde der Antrag des Hrn. G.B. [Gemeindebevollmächtigter] Ed. Kühn angenommen, dem Turnverein ein Geschenk [Baukostenzuschuß] von 5000 Mark zu bewilligen unter der Bedingung, daß die Gemeinde bei Einführung des obligatorischen Turnunterrichts an den Volksschulen das Recht zur Benützung der Turnhalle durch die Schulkinder gegen eine jährliche Vergütung von 500 Mark jederzeit erheben kann.

Baubeginn zur Turnhalle war am 9. April 1913 mit dem Erdaushub. Die Gräfin von Tattenbach übernahm den größten Teil der Baukosten und eine Bürgschaft für die verbleibenden Schulden des TV. Der Bauauftrag wurde an Mitglied und Baumeister Ludwig Hebeisen (Tattenbachstraße) vergeben.

13.04.1914
Feierliche Grundsteinlegung für die TV-Turnhalle mit Vereinshaus am 13. April 1914 (Ostermontag), nachmittags um 15 Uhr. Am Abend zuvor fand eine „Vorfeier“ im Garten des „Jägerhauses“ mit turnerischen Aufführungen statt. Es wirkte dabei die „Sänger-Riege“ des TV unter der Leitung von Oberlehrer Wilhelm Schneider aus Siebenbrunn mit. Am Ostermontag 1914: Abmarsch der Teilnehmer vom Vereinslokal „Jägerhaus„, und zwar der Bürgermeister und die Gemeindeverwaltung an der Spitze, dann verschiedene Ehrengäste und danach die örtlichen Vereine. In den Grund­stein wurde eine Urkunde eingemauert, die wichtige Daten aus der Vereinsgeschichte enthält, sowie einige Tageszeitungen, Münzen usw. Die „Erbauerin“, Frau Gräfin von Tattenbach vollzog die üblichen Hammerschläge. Nach der Feier fand eine kleine Familien-Unterhaltung mit Konzert im Jägerhaus statt. Der TV Haunstetten hatte damals 170 Mitglieder.

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Postkarte von der Grundsteinlegung zur Turnhalle von 1914. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

TSV-17Urkunde zur Grundsteinlegung zur Turnhalle von 1914, Titelblatt. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

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Aus der Urkunde zur Grundsteinlegung der Turnhalle von 1914, erste Textseite. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-17Aus der Urkunde zur Grundsteinlegung der Turnhalle von 1914, Unterschriften des Turnrates und des Bauausschusses. Bild: Karl Wahl

Text der Urkunde für die Grundsteinlegung zur Turnhalle mit Vereinshaus des Turnvereins Haunstetten e.V. gegründet 1892.

(Zur besseren Lesbarkeit wurden an einigen Stellen Kommata eingefügt und vom Autor aus der Deutschen Spitzschrift übertragen. Andere Schreibweisen als heute, wie auch Fehler, sind originalgetreu wiedergegeben.)

“ Eintracht baut Häuser auf,
Zwietracht reißt sie nieder!

Im Jahre 1914, dem sechsundzwanzigsten Jahre der Regierung Seiner Majestät des deutschen Kaisers Wilhelm II., dem ersten Seiner Majestät des Königs III. Ludwigs von Bayern, zur Zeit, als der wohlgeborene Herr Leonhard Rucker als Bürgermeister der Gemeinde Haunstetten amtierte, am Ostermontag 13.4.1914, mittags 3 Uhr, ist dieser Grundstein für die zu erbauende Turnhalle mit Vereinshaus des Turnvereins Haunstetten e.V. gegründet 1892, gelegt worden.

Im Jahre 1892, am 1. Februar, von 21 Einwohnern der Gemeinde Haunstetten gegründet, deren zwei Namens Mathäus Lindel, derzeitiger 1. Vorstand und Carl Schmid, ununterbrochen Mitglieder sind, hielt der Verein wacker aus und nahm, trotz der Anfechtungen und Vorurteile, die hauptsächlich in den ersten Jahren zu überstehen waren, an Mitgliedern zu und zählte am Tage der Grundsteinlegung deren 170.

Die Geschicke des Vereins leiteten seit seiner Gründung 7 Vorstände und zwar die Herren Georg Manhart, Michael Wirth, Hugo Mahler, Georg Böhnlein, Bruno Stiebert, Franz Bayer, Jonathan Fahrian und Mathäus Lindel.

Unter der unermüdlichen Leitung des damaligen 1. Vorstandes Michel Wirth konnte der Verein am 28. Juni 1896 unter großer Beteiligung des Gaues und der hiesigen Einwohner die Fahnenweihe begehen.

Elf Jahre nach der Fahnenweihe am 12. Oktober 1907 erwarb sich der Verein von unserem Mitgliede Kaspar Settele einen 2 Tagwerk großen Sommerturn- und Spielplatz um Mark 3300- welcher im Jahr 1913 durch Ankauf eines angrenzenden Grundstückes von der Pfarrpfründe Haunstetten um Mark 800- auf 3 Tagwerk vergrößert wurde. Die Kösten wurden teils durch Vereinsvermögen gedekt teils durch Ausgabe von 4 % Anteilscheinen aufgebracht.

Unser Turnbetrieb stand immer auf der Höhe der Zeit. Es errang sich der Verein beim 3. schwäbischen Bezirksturnfest in Augsburg unter Leitung des damaligen 1. Turnwarts Math. Lindel einen Riegenpreis, und zweimal erhielt der Verein bei den bayerischen Turnfesten 1909 in Ingolstadt und 1912 in Würzburg unter Leitung des 1. Turnwartes J. Schmid je einen 1. Riegenpreis aus der Hand Sr. Kgl. Hoheit des damaligen Prinzen Ludwig von Bayern.

Dem längst gehegten Wunsche, die Erbauung einer eigenen Turnhalle wurde im Jahre 1909 dadurch näher getreten, dass man eine Baufondkasse errichtete, welcher monatliche Sammlungen freiwilliger Beiträge der Mitglieder zufließen sollten. Am 25. November 1911, nachdem unsere Baufondkasse durch hochherzige Schenkungen seitens unserer hochverehrten Wohltäterin Frau Gräfin von Tattenbach und ihrer hochseligen Mutter Frau Commerzienrat Karoline Käs eine Höhe von Mark 5000- erreicht hatte, wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen, eine Turnhalle zu erbauen und zu diesem Zwecke ein Bauauschuß gebildet, welcher die nötigen Vorarbeiten einzuleiten habe.

Dieser Bauausschuß arbeitete nun bis auf den heutigen Tag mit großen Anstrengungen. Aber alle Bemühungen und jahrzehnte langer Opfermut, hätte nicht im Geringsten ausgereicht, ein Werk zu beginnen, wie es heute in vollen Umrissen vor uns liegt, wenn nicht unsere Gönnerin, hochgeehrte Frau Gräfin v. Tattenbach, den größten Teil der Baukosten und für den Rest noch die Bürgschaft in hochherziger Weise übernommen hätte. Dass dieses überaus gütige Wohlwollen im Verein unbeschreiblichen Jubel und Freude hervorrief, glauben wir nicht erst erwähnen zu müssen.
Frau Gräfin Marie v. Tattenbach hat durch diese großmütige Tat nicht blos abermals bewiesen welch großes Verständnis sie der deutschen Turnsache entgegenbringt, sondern sich ein neues dauerndes Denkmal gesetzt. In den Herzen der Haunstetter Turnerschaft aber wird der Name Käs und Tattenbach niemals erlöschen, er wird fortleben und getragen werden von Mund zu Mund und als große Gönner- und Wohltäter gepriesen werden.

Nicht unerwähnt darf gelassen werden, die Bauzuschüsse der Gemeinde Haunstetten mit Mark 5000- und der löbl. Direktion der Haunstetter Spinnerei und Weberei mit Mark 1000-.

Die Pläne, Zeichnungen und Voranschläge wurden im Auftrag von hochgeb. Frau Gräfin v. Tattenbach, von Herrn Architekten Carl Bauer, Ulm, München entworfen und ist ihm auch die technische Oberleitung des Baues übertragen. Mit der Ausführung des Baues wurde Herr Ludwig Hebeisen, Baugeschäftsinhaber und Mitglied unseres Vereines beauftragt.

So wurde dann am 9. März 1914 mit dem Erdaushub begonnen. Der Urkunde haben wir beigefügt Münzen bis zu Mark 5.- Briefmarken 3 Pfg, 5 Pfg u. 10 Pfg, ein Mitgliederverzeichnis, 2 Ansichten von Haunstetten, je 1 Nummer der Haunstetter Zeitung, Neuen Augsburger Zeitung und ein Bundesblatt, ein Vereinszeichen.
Und nun sei die Weiterführung dieses Baues der Obhut des Allmächtigen Baumeisters empfohlen.

Der bindende Mörtel aber, der das Gefüge dieses Baues, der dem Verein, dem es als Heimstätte dienen soll, sei die Einigkeit, Einigkeit vor allem in der Verfolgung der edlen Ziele der deutschen Turnerschaft im Sinne unseres Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn.
So sei dieses Haus stets eine schöne Pflegestätte urdeutscher und unwiederstehlicher Kraft, echt deutscher männlicher Gesinnung.

Für immer gelte in ihm der Wahlspruch:
Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei!

Für König und Vaterland, für Kaiser und Reich,
das walte Gott!

Haunstetten, den 13. April 1914 „

Der Turnrat: [es folgen die Unterschriften von] Matthäus Lindel (1. Vorsitzender), Martin Sedlmair (2. Vorsitzender), Anton Bestler (1. Kassier), Georg Kröner, Josef Egger, Matheis Schmid, Leopold Stoß, Jos. Schmid (1. Turnwart), Jos. Manznetter (1. Schriftführer), Joseph Schlosser, Johann Nusser, Kaspar Zerrle, Gottlieb Hübner, Georg Müller, Anton Salvamoser.

Der Bauausschuß: [Unterschriften von] Matthäus Lindel (1. Vorsitzender), Jos. Schmid (1. Turnwart), Jos. Manznetter, Ludwig Mutter, Jos. Mezger (Schriftführer), Böhnlein Georg, Gustav Knorr.

12.08.1914
Die Propaganda des Ersten Weltkriegs reicht bis in den TV hinein: Aufruf des TV: „…Wir richten daher den dringenden Appell an die Eltern der männlichen Jugend. Schickt eure Söhne in die Reihen unserer Zöglinge, damit auch in Zukunft der Anteil an der Wehrkraft der deutschen Turnerschaft erhalten bleibt.“ Der TV Haunstetten betätigte sich auch in sozialer Hinsicht. Noch vor der endgültigen Vollendung der Turnhalle richtete der Verein Badegelegenheiten für Jedermann ein.

20.02.1915
Am Samstag, 20. Februar 1915 war die Eröffnung der Wannen- und Brausebäder (Duschen) des TV im Tiefparterre des Vereinshauses. (Es ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit, dass ein Wohnhaus oder eine Wohnung mit Bad oder Dusche oder mit beidem ausgestattet ist. So etwas kannte man damals nicht. Wenn überhaupt, dann war im Keller ein Waschkessel, den man weiß Gott wie lange vorher anfeuern musste, bis das Wasser heiß war. Es wurde dann in eine kleine Blechbadewanne umgeschöpft, die von der Größe nur zum Hineinhocken reichte, worin sich dann oftmals nach und nach eine ganze Familie in der gleichen Brühe „badete„. Bei einem Mehrfamilienhaus (z. B. bestand die „Kolonie“ der Haunstetter Spinnerei und Weberei aus Mehrfamilienhäusern) gab es dann oftmals Ärger, welche Familie denn an welchem Tag waschen und „baden“ konnte. Meistens war der Waschtag auch der Badetag, weil man sowieso schon den Waschkessel anfeuern musste. Weil die Männer damals samstags bis 15 Uhr oder bis Mittag gearbeitet hatten, wurde samstags Vormittag gewaschen und spätnachmittags dann „gebadet“. In einem Fünf-Familienhaus kam man dann alle fünf Wochen dran!

Beim Turnverein waren nach mündlicher Überlieferung mindestens zehn Badekabinen mit je einer Wanne vorhanden.

TSV-18Zeitungsanzeige von 1915 zur Badeeinrichtung. Bild: Karl Wahl

 

 

 

TSV-19Zeitungsanzeige von 1915 zur Badeeinrichtung. Bild: Karl Wahl

 

 

1916
Die TV-Turnhalle ist vollendet. Sie war damals die schönste Vereinsturnhalle in Bayern. Sie wurde jedoch gleich von 1917 bis 1919 beschlagnahmt und als Reservelazarett für Verwundete des 1. Weltkriegs genutzt. Zu Ehren der Gräfin von Tattenbach wurde im Vereinshaus eine Gedenktafel angebracht. Sie wurde 1945 vom damaligen Vorstand Franz Arnold sen. aus dem brennenden Gebäude gerettet und hängt im Flur des Vereinshauses.

Text der Gedenktafel:
Zur bleibenden Erinnerung an unsere
Hochgeborene Gönnerin Frau Gräfin Marie Von Tattenbach
Der dankbare Turnverein Haunstetten
1916

TSV-20TSV 20: Gräfin Maria von Tattenbach. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

 

 

 

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Das Vereinshaus und die Turnhalle 1916. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

TSV-22Das Vereinshaus und die Turnhalle 1916. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

 

TSV-23Die Turnhalle von 1916, von Westen gesehen. Links verläuft die Jahnstraße. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

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Das Vereinshaus war nach einer Reihe von Jahren hübsch eingewachsen. Bild: Sammlung Wahl

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Das Vereinshaus war nach einer Reihe von Jahren hübsch eingewachsen. Die Tafel am Zaun, ganz unten, weist auf das provisorische Lazarett hin. Bild: Sammlung Wahl

 

 

TSV 25aDie TSV-Turnhalle vor ihrer Zerstörung, rechts die Jahnstraße. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

 

TSV-26Die Turnhalle von 1916, innen. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

 

TSV-27Die Turnhalle von 1916, innen. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

 

In der Haunstetten Zeitung war am 24. April 1936 zu lesen: „Nur wenige Jahre sind es her, da stand die Turnhalle ganz allein auf weiter Flur, wenn man vom Schäferstadel absieht, der früher einziger direkter Nachbar war.

17.02.1917
Am Samstag, 3. März 1917, Badegelegenheit. Für Damen von nachmittags halb 4 bis 6 Uhr, für Herrn abends von 6 – 9 Uhr.

26.03.1917
Die neue Turnhalle dient von März 1917 bis Februar 1919 als Station B des Reserve-Lazaretts Augsburg für Verwundete aus dem 1. Weltkrieg. In der Haunstetter Zeitung war zu lesen: „Da am Montag, den 26. März 1917 das Lazarett in der Turnhalle eröffnet wird, so kann ich […] Dr. v. Hösslin…“ Er teilte mit, dass er wegen der Versorgung der Verwundeten im Reservelazarett weniger Sprechstunden abhalten konnte.

TSV-28Die Turnhalle wurde 1917 beschlagnahmt und bis Ende Januar 1919 als Reservelazarett für Verwundete des 1. Weltkrieges genutzt. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

TSV-29Die Turnhalle wurde 1917 beschlagnahmt und bis Ende Januar 1919 als Reservelazarett für Verwundete des 1. Weltkrieges genutzt. Bild: Sammlung Wahl

 

 

07.06.1917
Gräfin von Tattenbach besichtigte an Fronleichnam 1917
(7. Juni) das „Genesungsheim in der hiesigen Turnhalle. Um einem vorhandenen Bedürfnis abzuhelfen, schenkte die edle Frau einen Eisschrank (Kühlschrank) mit der Bestimmung, dass derselbe nach Auflösung des Lazaretts in das Eigentum des hiesigen Turnvereins übergehe.“

19.08.1917
Am kommenden Sonntag, den 19. Aug. nachm. 3 Uhr veranstaltet der hiesige Turnverein im Kanal südlich der Martini’schen Fabrik [Lochbach] ein Wettschwimmen für seine aktiven Turner und die hiesige Jugendwehr. Der Wettkampf besteht aus Tauchen, Schnellschwimmen, Schönschwimmen, Dauerschwimmen und einer Freiübung. […].

30.09.1917
Der TV feierte am Sonntag, 30. September 1917 sein 25jäh-riges Bestehen. Gleichzeitig wurde von den Turnern anlässlich des 70. Geburtstages von General-Feldmarschall von Hindenburg (geb. 2.10.1847) eine Eiche (Hindenburg-Eiche) auf dem Gelände des TV gepflanzt. Danach war Schauturnen. Die löbliche Einwohnerschaft von Haunstetten wurde gebeten, zur Feier des Tages die Häuser zu beflaggen.

15.12.1918
Begrüßungsfeier des Turnvereins Haunstetten für die aus dem 1. Weltkrieg zurückgekehrten Soldaten. 176 Mann waren eingerückt, 161 hatten im Felde gestanden, 21 Gefallene, acht Gefangene. Gräfin von Tattenbach wohnte der gesamten Veranstaltung bei und „ließ jedem der heimgekehrten Krieger ein reiches Geschenk überreichen“.
22.12.1918: Der TV Haunstetten feiert am Sonntag 22. Dezember 1918 seine erste Weihnachtsfeier seit 1913 (1. Weltkrieg).

01.02.1919
Ende Januar 1919 wurde die in der Turnhalle untergebrachte Station B des Reserve-Lazaretts Augsburg aufgelöst. Sie hatte fast zwei Jahre lang bestanden. Die Leitung hatte Dr. von Hößlin. Der Turnverein hat am 1. Februar 1919 seine Halle wieder bezogen.

TSV-30Endlich, am 6. April 1919 konnte die Eröffnungsfeier der Turnhalle mit Konzert und turnerischen und theatralischen Aufführungen stattfinden. Im Bild die für das Festbankett vorbereitete Turnhalle. Bild: Sammlung Wahl

 

 

08.02.1919
Der Turnverein eröffnet wieder den Badebetrieb. Wegen Mangel an Heizmaterial kann wöchentlich nur ein Badetag anberaumt werden. Der TV hält die Preise so, dass er keinen Gewinn erzielt.

22.02.1919
Der Metzger und Hausmeister der Turnhalle gibt bekannt, dass er zu jeder Zeit Hausschlachtungen übernimmt.

08.03.1919
Der TV gibt bekannt, dass wegen Mangel an Heizmaterial die Wannen- und Brausebäder am Samstag, 8. März und Sonntag, 9. März 1919 geschlossen bleiben.

15.03.1919
Der „Coksmangel“ zum Beheizen des Bades ist behoben. Heute ist wieder Badebetrieb für Männer, nächste Woche für Frauen.

06.04.1919
Beim TV findet die Wiederauf­nahme des Turn- und Sportbetriebs nach dem 1. Weltkrieg, erstmals in der eigenen Turnhalle statt. Weiterhin wird dort das erste Gauturnfest nach dem 1. Weltkrieg veranstaltet. Am Sonntag, 6. April 1919 findet die „Eröffnungsfeier der Turnhalle mit Konzert und turnerischen und theatralischen Aufführungen“ statt.

26.07.1919
Der TV Haunstetten veranstaltet am Samstag, 26. und Sonntag, 27. Juli 1919 das 35. Gauturnfest. Am Samstag 26. Juli abends ½ 8 Uhr Begrüßungsabend mit Konzert, Gesang und turnerischen Aufführungen. „Die Hausbesitzer werden ersucht, zu Ehren der auswärtigen Festgäste die Häuser zu beflaggen„. „Den Schluss der turnerischen Vorführungen bildeten Massen-Stab­übungen, die, ausgeführt von mehr als 300 Turnern und Turnerinnen […].

02.08.1919
Anlässich des Gauturnfestes veranstaltet der TV Haunstetten am Samstag, 2. August 1919 einen Festball. Die Tanzkarten für Herren kosten 2,50 Mark, im Vorverkauf für Mitglieder 1,50 Mark. Damen sind frei.

01.11.1919
Am Samstag, den 1. November 1919 ist in unserer Turnhalle von 8 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends Badegelegenheit für Männer und Frauen. […] Da infolge Mangels an Brennmaterial im Laufe des Winters voraussichtlich nur einige Badetage stattfinden, bitten wir die geehrte Einwohnerschaft, die sich am Samstag bietende Gelegenheit zu benützen.“ Ein Wannenbad kostete Mitglieder eine Mark und Nichtmitglieder 1,50 Mk. Ein Brausebad (Dusche) kostete Mitglieder 50 Pfennig und Nichtmitglieder 70 Pfennig.

1920
Der TV gründet eine Fußball- und eine Faustballabteilung. Der Turnverein Haunstetten hatte auch eine eigene Bibliothek.

24.01.1920
Die Bücherabgabe aus unserer Bibliothek erfolgt bis auf weiteres jeweils am Freitag von ½ 8 bis ½ 9 Uhr. Erstmals am Freitag, 30 Januar.

24.04.1920
Hans Studer, der Wirt und Hausmeister des Turnvereins hat eine „Wein-Niederlage“ übernommen.

02.01.1921
Der Turnverein Haunstetten veranstaltet am 2. Januar 1921 seine Weihnachtsfeier (für Weihnachten 1920).

10.04.1921
Am 10. April 1921 Ehrung der im 1. Weltkrieg gefallenen Vereinsmitglieder. Gedächtnisgottesdienst, danach Enthüllung einer Ehrentafel in der Turnhalle.

03.07.1921
Der TV Haunstetten beteiligte sich auch beim 6. Jugend-Turnfest des Augsburger Turngaues in Hochzoll. Xaver Seitz vom TV Haunstetten errang im Vierkampf den 18. Platz.

TSV-31Der TV Haunstetten beteiligte sich beim 6. Jugendturnfest des Augsburger Turngaues in Hochzoll am 3. Juli 1921. Xaver Seitz vom TV Haunstetten errang im Vierkampf den 18. Platz. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

07.08.1921
Der Turnverein Haunstetten veranstaltet am Sonntag, 7. August 1921 im Lochbach südlich der Kunstmühle ein Schau- und Wettschwimmen für Mitglieder. „Beginn ½ 12 Uhr mittags, Zugang für Zuschauer nur durch die oberen Krautgärten„.

22.10.1921
Am Samstag, 22. Oktober 1921 findet ein Fußball-Wettspiel zwischen dem TV Haunstetten und dem FC Haunstetten statt.

01.01.1922
Der TV Haunstetten veranstaltet am 1. Januar 1922 seine Weihnachtsfeier für Weihnachten 1921.

05.06.1922
Der TV Haunstetten beteiligte sich auch am 7. Jugend-Turnfest
am 5. Juni 1922 (Pfingstmontag) in Deuringen. Xaver Seitz vom TV Haun-stetten errang im Vierkampf den 12. Platz.

TSV-32Der TV Haunstetten beteiligte sich am 7. Jugend-Turnfest am 5. Juni 1922 (Pfingstmontag) in Deuringen. Xaver Seitz vom TV Haunstetten errang im Vierkampf den 12. Platz. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

Okt. 1922
Der TV Haunstetten veranstaltete im Oktober 1922 ein Jugend-Turnfest. Xaver Seitz vom TV Haunstetten errang im Fünfkampf den 3. Platz und im „Kricketballweitwurf“ den 1. Platz.

TSV-33Der TV Haunstetten veranstaltete im Oktober 1922 ein Jugend-Turnfest. Xaver Seitz vom TV Haunstetten errang im Fünfkampf den 3. Platz. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-34Der TV Haunstetten veranstaltete im Oktober 1922 ein Jugend-Turnfest. Xaver Seitz vom TV Haunstetten errang im „Kricketballweitwurf“ den 1. Platz. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

21.01.1923
…wird am Sonntag, 21. Januar [1923] in der Turnhalle Haun-stetten ein Lichtspieltheater eröffnet.“ Es wird der Film „Berg Eywind und sein Weib“ vorgeführt. Die Turnhalle war selbstverständlich nicht zu einem Kino umgebaut worden. Es wurden halt Filme gezeigt. In der Haunstetter Zeitung erschien am 5. Mai 1923 das letzte diesbezügliche Inserat.

21.04.1923
Generalversammlung des TV am 21. April 1923: „Der 1. Vorstand konnte die erfreuliche Mitteilung machen, dass von der Gönnerin des Vereins, Frau Gräfin von Tattenbach Mk. 10 000.- überwiesen und die restliche Bauschuld von Mk. 40 000.- erlassen wurde. Die Feststellung, dass die herrliche Turnhalle nun schuldenfrei dasteht, wurde mit großem Beifall aufgenommen„.

12.05.1923
Samstag, 12. Mai 1923, abends 7 Uhr „aus Anlass des 25jährigen Bestehens unserer Sängerriege Familien-Unterhaltung mit Musik, Gesang, Theater und Tanz.“

17.06.1923
Der TV Haunstetten beteiligte sich auch am 8. Jugend-Turnfest
in Mering. Xaver Seitz vom TV Haunstetten errang im Geräte-Sieben-Kampf den 25. Platz.

TSV-35Der TV Haunstetten beteiligte sich am 8. Jugend-Turnfest in Mering am 17. Juni 1923. Xaver Seitz vom TV Haunstetten errang im Geräte-Sieben-Kampf den 25. Platz. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

06.10.1923
Der Verein veranstaltet am Samstag, 6. Oktober und Sonntag, 7. Oktober 1923 ein großes Festspiel in vier Aufzügen mit Musik, Gesang, Reigen und turnerischen Aufführungen. Über 100 Mitwirkende. Titel: „Die vier Jahreszeiten.“

14.10.1923
Der Turnverein wiederholt das Festspiel vom 6. und 7. Oktober 1923 als Wohltätigkeitsveranstaltung. Der Reinertrag wird der Gemeinde zur Unterstützung Notleidender übergeben.

20.01.1924
Am Sonntag, 20. Januar 1924, nachmittag um 2 Uhr, Fußballspiel der Mannschaft I des FCH gegen die des Turnvereins.

19.04.1924
“ … hat sich die Fußballmannschaft der Sportabteilung des Turnvereins Haunstetten von dem Verein in freundschaftlichster Weise losgelöst und unter dem Namen Fußballklub „Phönix“ einen eigenen Verein mit dem Sitz in Augsburg gegründet. So viel uns bekannt ist, hat der Turnverein nicht die Absicht, das Fußballspiel in absehbarer Zeit wieder einzuführen, nachdem hier ein eigener Fußballklub besteht, ….“. Bereits 1931 sind allerdings wieder Fußballmannschaften des TV nachweisbar.

01.06.1924
Der TV Haunstetten beteiligte sich auch am 10. Jugend-Turnfest des Augsburger Turngaues in Friedberg. Xaver Seitz vom TV Haunstetten errang im volkstümlichen Vierkampf den 5. Platz.

TSV-36Der TV Haunstetten beteiligte sich am 10. Jugend-Turnfest des Augsburger Turngaues in Friedberg am 1. Juli 1924. Xaver Seitz vom TV Haunstetten errang im volkstümlichen Vierkampf den 5. Platz. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

16.08.1924
Am 16. und 17. August 1924 findet das 1. Frauen-Gau-Turnfest des Turngaues Augsburg beim Turnverein Haunstetten statt.

25.10.1924
Der Turnverein bietet ab 25. Oktober 1924 alle 14 Tage einen Badetag von 12 Uhr mittags bis abends um 9 Uhr an. Ein Wannenbad kostet für ein Mitglied 50 Pfennige, für Nichtmitglieder 70 Pfennige.

13.12.1924
Der Turnverein unterhält eine eigene Vereinsbücherei.

28.12.1924
Der Turnverein veranstaltet am 28. Dezember 1924 eine Jugendweihnachtsfeier.

August 1925
Vom 8. bis 10. August 1925 fand in Dornbirn das schwäbisch bayerische Bezirksturnfest statt. Die Musterriege des TV errang den 1. Preis. Vom TV fuhren mehr als 70 Personen nach Dornbirn.

22.08.1925
Die Musikabteilung, auch Musikriege genannt, des TV Haunstetten veranstaltet am Samstag, 22. August 1925, abends 8 Uhr, in der Turnhalle ein Konzert mit Violine, Mandoline, Zither und Gitarre.

29.08.1925
Schon seit langer Zeit konnte der hiesige Turnverein keine Badetage mehr veranstalten, da die Versitzgrube des Bades einer größeren Instandsetzung bedurfte. […] sodaß am kommenden Samstag das schöne und praktisch eingerichtete Bad wieder in Benützung genommen werden kann, […].“ Am Samstag, 29. August 1925, von mittags 1 Uhr bis abends 8 Uhr Badegelegenheit. Mitglieder zahlen 50 Pfg, Nichtmitglieder 70 Pfg.
(Damals war in Haunstetten noch nicht kanalisiert. Die Anwesen ließen alle Arten von Abwasser und die Fäkalien in eine Grube laufen. Diese Gruben waren aber unten absichtlich nicht wasserdicht. Die Grubenwände standen ohne Boden auf dem offenen Untergrund, so dass der flüssigere Teil der Abwässer in den Untergrund versickerte, und alles andere sich setzte und verdickte. Daher auch der Name „Versitzgrube„. Die Gruben mussten dann oft sogar mehrmals im Jahr geleert werden).

21.11.1925
„Vereinsbücherei des hiesigen Turnvereins. […] findet die Bücherabgabe nunmehr jeden Sonntag von ½ 11 – ½ 12 Uhr vormittags statt, und zwar erstmals am kommenden Sonntag, den 22. ds.“

TSV-37Ein „Nachrichtenblatt“ des TV Haunstetten vom Dezember 1925. Bild: Karl Wahl

 

 

 

13.05.1926
An Christi Himmelfahrt 1926 ist Wandertag der deutschen Turnerschaft. Der TV marschiert um 4.30 Uhr ab nach Oberschönenfeld und nach Gessertshausen.

02.07.1927
Der TV Haunstetten hat eine Radfahrerriege.

10.09.1927
Der TV Haunstetten hat eine Sängerriege. Dirigent ist Lehrer Stuhler.

1928
Gründung der Abteilungen Bergsteigen, Wandern und Skilauf.

10.11.1928
Wir möchten an dieser Stelle auf die reichhaltige Bücherei des hiesigen Turnvereins hinweisen. Die Ausgabe der Bücher findet jeden Freitag von halb 7 Uhr bis halb acht Uhr abds. statt.

21.06.1929
Der Turnverein eröffnet seinen vergrößerten Spielplatz am Samstag, 22. und Sonntag, 23. Juni 1929 mit Fußball-, Handball- und Faust­ballspielen.

15.11.1929
„Samstag, 16. November Bade-Tag. Beginn 2 Uhr bis abends 8 Uhr zu den bekannt billigen Preisen.“

29.11.1929
Am Samstag, 30. November 1929: „Bade-Tag von 2 – 8 Uhr.

01.06.1930
Der TV Haunstetten beteiligte sich auch am Bezirksturnen für volkstümliche Übungen des Bezirks Schwaben und Neuburg am 1. Juni 1930. Xaver Seitz errang im Vierkampf den 6. Platz.

TSV-38Der TV Haunstetten beteiligte sich am Bezirksturnen für volkstümliche Übungen des Bezirkes Schwaben und Neuburg am 1. Juni 1930. Xaver Seitz errang im Vierkampf den 6. Platz. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

07.11.1930
Die Bücherei des TV wird nun als „Vereinsbibliothek“ bezeichnet. Sie ist noch nachgewiesen im November 1930 und in April 1932.

27.06.1931
Der TV Haunstetten beteiligte sich auch am Gauturnfest des Augsburger Turngaues am 27. und 28. Juni 1931 in Aichach. Xaver Seitz
errang im Dreikampf (Unterstufe) den 11. Platz.

TSV-39Der TV Haunstetten beteiligte sich am Gauturnfest des Augsburger Turngaues am 27. und 28. Juni 1931 in Aichach. Xaver Seitz errang im Dreikampf (Unterstufe) den 11. Platz. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

10.09.1932
Der TV Haunstetten feiert am Samstag und Sonntag, 10. und 11. September 1932, sein 40jähriges Gründungsjubiläum Zu den Mannschaftskämpfen sind 50 Mannschaften mit rund 200 Turnern gemeldet. Auch ein Festzug durch Haunstetten findet statt. Die Haunstetter Vereine beteiligen sich mit folgenden Festwagen: Trachtenverein: „Eine Alm“; Sängergesellschaft Einigkeit: „Das deutsche Lied„; Freiwillige Feuerwehr Haunstetten: „Eine Brandszene„; Freiwillige Sanitätskolonne Haunstetten: „Eine Unfallstelle„; Katholischer Gesellenverein: „Das Kolpingsdenkmal und das Handwerk„; Veteranenverein: „Ein Biwak-Lager„; Turnverein: „Ein Turner-Festwagen, begleitet von seinen Abteilungen„.

23.06.1933
Die NAZI-Zeit hat begonnen. Auch der TV Haunstetten muß mitmachen. Am Samstag, 24. Juni 1933 wird auf dem Platz des TV das „Fest der Jugend und der Sonnwende“ veranstaltet. Ab 9 Uhr Schülerjugendfeier mit sportlichen und unterhaltsamen Wettbewerben für Jugendliche von 11 – 14 Jahren. Ab 16 Uhr Jugendwettkämpfe der 14- bis 18jährigen. 20.30 Uhr Sonn­wendfeier mit Fackelzug. Beteiligte: SA (Sturmabteilung). HJ (Hitlerjugend), Jungvolk, Fahnenabordnungen der NSBO* und des TV, Pg (Parteigenossen), gesamte Jugend von Haunstetten. 21 Uhr Fackelzug: Jahnstraße – Adolf Hitler-Straße (Bürgermeister-Widmeier-Straße) – Horst-Wessel-Straße (Poststraße) – Georg Käß-Platz – Tattenbachstraße – Georg- Käß-Platz – Adolf Hitler-Straße – Siebentischstraße (Marconistraße) – Turnplatz. „Anschließend Sonnwendfeier mit Abbrennen eines Feuers.

*NSBO = Nationalsozialistische Betriebszellen-Organisation. Eine betriebsbezogene Organisationsform der NSDAP. Eine Art von politischer Stoßtrupp.

23.06.1933
Die NSDAP führt das Wehrturnen im TV ein. „Einführung der Turnerwehr (Pflichtturnjahr)„.

1934
Gründung der Abteilung Tennis beim TV. Zuerst wurde auf einem Grasplatz gespielt. Baubeginn für einen Sand-Tennisplatz im Herbst 1934.

09.11.1934
Die Frauenabteilung ist die erste Unterabteilung des Turnvereins, die auf ein 25jähriges Bestehen zurückblicken kann.“ Gründungsfest am 11. November 1934 um 15.30 Uhr.

09.05.1935
Inbetriebnahme des Sand-Tennisplatzes des TV und zugleich Gründung des Tennis-„Clubs“ des TV Haunstetten.

TSV-40Ab 1940 wurde Tennis auf einem Grasplatz gespielt. Im Hintergrund das Vereinshaus des Turnvereins. Rechts das Haus mit der ehemaligen Filiale der Kreissparkasse Augsburg (im Jahr 2011 Sitz einer Fahrschule). Dazwischen verläuft die Landsberger Straße, die damals „Königsbrunner Straße“ hieß. Zur NAZI-Zeit wurde daraus die „Hindenburgstraße“ und im April 1946 die „Landsberger Straße“. Bild: Sammlung Wahl

TSV-41Am 9. Mai 1941 wurde der Sand-Tennisplatz des Turnvereins in Betrieb genommen und zugleich der Tennis-„Club“ des TV Haunstetten gegründet. Schräg durch das Bild verläuft als helles Band die heutige Landsberger Straße. Auf der Fläche des Tennisplatzes steht seit 1988 die Dreifachsporthalle, die am 7. November 1994 in „Albert-Loderer-Sporthalle“ umbenannt wurde. Bild: Sammlung Wahl

31.08.1935
Offizielle Eröffnung des Sand-Tennisplatzes des TV Haunstetten am 31. August 1935 um 17:30 Uhr.

29.11.1936
Am Sonntag, den 29. November 1936 nachmittags 4 Uhr letztes Abturnen der Schüler.

01.12.1936
Ab 1. Dezember 1936 hat „die sportliche Erziehung der Jugend zwischen 10 und 14 Jahren ausschließlich durch das Deutsche Jungvolk zu geschehen. Die Schülerabteilung des TVH [Turnverein Haunstetten] löst sich somit noch in diesem Monat auf.“ Das „Deutsches Jungvolk“ war ein Teil der Hitlerjugend. Im Gesetz über die Hitlerjugend war festgelegt, dass jegliche Ausbildung und Betreuung der Jugend ausschließlich nur noch durch die HJ zu geschehen habe.

14.05.1937
Am Pfingstsamstag 1937 war Badetag (Wannenbäder) beim TV von 14 bis 20 Uhr. „Bedauerlicherweise muß mitgeteilt werden, daß dies heuer die letzte Gelegenheit ist, da der Badetag wegen mangelhaften Besuchs und der damit verbundenen Unrentabilität eingestellt werden muß. […]. In Haunstetten besucht nur 1 Person vom Hundert der Einwohnerschaft das Wannenbad in der Turnhalle, obwohl der Badetag ohnehin nur alle 4 Wochen stattfindet.

19.11.1937
Auf Grund der in letzter Zeit immer zahlreicher werdenden Anfragen nach Badegelegenheit geben wir zur Kenntnis, dass wir beabsichtigen, in absehbarer Zeit, nach Erledigung einiger Reparaturen an unserer Anlage den Badebetrieb versuchsweise wieder aufzunehmen. Wir müssen aber heute schon darauf hinweisen, dass nur ganz reger Besuch unsere Unkosten deckt; andererseits müsste der Verein den Badebetrieb wieder einstellen, da er kein Verlustgeschäft machen kann.

17.12.1937
Erneut ein Badetag am Samstag, 18. Dezember 1937 ab 14 Uhr. Nichtmitglieder haben 60 Pfennige zu zahlen, Mitglieder und Arbeitsopfer (Invalide) 40 Pfennige .

18.11.1938
Der Badetag wird alle vier Wochen abgehalten.

07.01.1939
Am Samstag, 7. Januar 1939, Badetag von 17 – 19 Uhr.

31.03.1940
Am Sonntag, 31. März 1940 findet in der Turnhalle in Haunstetten die feierliche Verpflichtung der 14jährigen Pimpfe und Jungmädel in die HJ (Hitlerjugend), sowie in den BDM (Bund Deutscher Mädel) statt.“ Jugendführer Schmid verpflichtete 24 Jungen und 22 Mädel mit Handschlag zur Hitlerjugend.

05.05.1940
Am Sonntag, den 5. Mai 1940, wird in Haunstetten der Frühjahrswaldlauf des Kreises Schwaben ausgetragen. Start und Ziel ist der Turnplatz.

17.05.1940
Siedlungsgenossenschaft Haunstetten. […] am Samstag, den 25. Mai 1940 im Gasthaus „Luftschiff“ stattfindenden Generalversammlung […]„. [Möglicherweise wurde die TV-Gaststätte so genannt, weil im Fasching 1925 einmal ein Zeppelin das Motto war.

 TSV-42 Die Siedlungsgenossenschaft Haunstetten veranstaltete am 25. Mai 1940 im Gasthaus „Luftschiff“ ihre Generalversammlung. Möglicherweise wurde die TSV-Gaststätte so genannt, weil beim Faschingsball der Sängergesellschaft Einigkeit 1925 ein Zeppelin das Motto war. Bild: Sammlung Wahl

12.07.1942
Der Turnverein Haunstetten feiert sein 50jähriges Jubiläum.

1943
Die Turnhalle musste von 1943 bis zu ihrer Zerstörung für die Messerschmittwerke freigemacht werden.

1943/1944
Die 2. Klasse der Volksschule Haunstetten ist 1943/1944 im Obergeschoß des Wirtschaftsgebäudes des TV untergebracht. Das 2. Obergeschoß hat damals noch nicht bestanden. Es wurde erst beim Wiederaufbau des 1944 abgebrannten Wirtschaftsgebäudes errichtet.

10.03.1944
Der TV Haunstetten vermietet der Messerschmitt AG ab 10. März 1944 „die Turnhalle des Vereins mit Nebenräumen, zusammen ca. 450 qm für Lager- und Bürozwecke.“ Der Mietpreis beträgt monatlich 1.- RM je qm, also 450 RM, monatlich im Voraus. Das Mietverhältnis wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Licht, Wasser und Heizung werden nach dem Verbrauch abgegolten.

15.01.1945
Luftangriff am Montag, 15. Januar 1945 auf Augsburg und Haunstetten in der Zeit von 12.10 bis 12.45 Uhr. Die vorher schon beschädigte TV-Turnhalle wird dabei zerstört und das Vereinshaus (mit der Gastwirtschaft) brennt durch Brandbomben völlig aus. Andere Quellen berichten von der gleichen Bombardierung am 27. Februar wie auch am 28. Februar und am 22. April 1945.

TSV-43Die Ruine der Turnhalle. Das Vorderhaus ist bereits wieder aufgebaut. Die Einweihung war am 2. September 1948. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

1945
Der Turnverein verkauft aus seiner zerstörten Hallenanlage noch vor Kriegsende Badewannen aus der Badeeinrichtung im Keller.

1946
Der Turnverein Haunstetten ändert seinen Namen auf „Turn- und Sportverein Haunstetten“ (TSV).

14.06.1946
Die Fußballer der TSV Haunstetten gewinnen gegen den TSV Bobingen mit 7:4 Toren und erringen damit die südbayerische Meisterschaft.

20.09.1947
Der TSV veranstaltet seine erste Jahreshauptversammlung
nach dem 2. Weltkrieg.

17.11.1947
Beginn des Wiederaufbaues des Vereinshauses (Vorderhaus der Turnhalle)

24.12.1947
Hebauf für das Vorderhaus der TSV-Turnhalle, gefördert von der Gemeinde Haunstetten mit 80.000 Mark als erste Hypothek für vier Schulsäle, ein dafür veranstaltetes Toto 14.000 Mark, Regierung von Schwaben 2.000 Mark, Landratsamt Augsburg 2.500 Mark, Firma Martini 500 Mark, nochmals Gemeinde Haunstetten mit 7.800 Mark in Form von Nutzholz.

07.01.1949
Dazu kam die Möglichkeit, im Vordergebäude der Turnhalle, nachdem der Ausbau des Dachgeschoßes zu einem zweiten Stockwerk vorgesehen war, vier weitere Schulsäle vorübergehend und zwar solange, bis die Errichtung eines zweiten Schulhauses möglich ist, unterzubringen.

02.09.1949
Fertigstellung des Vorderhauses der TSV-Turnhalle als Vereinshaus mit Gaststätte, Vereinsräumen, Pächterwohnung und vier Schulsälen. Der TSV veranstaltet anlässlich der Fertigstellung am Samstag, 3. September 1949 einen Festabend in der Turnhalle an der Frühlingstraße (Arberstraße).

03.09.1949
Im Vereinshaus des TSV werden die vier Schulräume als „Jahnschule“ in Betrieb genommen. Im 1. Obergeschoß waren zwei Schulzimmer und im 2. Obergeschoß zwei Schulzimmer eingerichtet.

09.09.1949
Eine Umfrage hat ergeben, dass nach Zerstörung der Turnhalle verschiedene Einrichtungsgegenstände, im Besonderen Badewannen, Armaturen und Fliesen von einigen Leuten sichergestellt wurden. Wir verlangen die Rückgabe, bzw. Anmeldung derselben bis 15. September 1949 beim Vorstand, andernfalls die damalige Sicherstellung auf Diebstahl geahndet werden müsste.

22.10.1949
Am Samstag, 22. Oktober 1949 um 10 Uhr werden die vier neuen Schulräume im Vereinshaus des TSV eingeweiht und offiziell übergeben. Geweiht wurden die Räume von Kaplan Kober. Die Feier wurde durch zwei Schulkinder musikalisch umrahmt: „[…] besonderen Beifall der 10jäh­rige Schüler [Ernst] Wundrack und die 9jährige Schülerin [Astrid] Saumweber für ganz ausgezeichnete Darbietungen auf dem Akkordeon, die ein außergewöhnliches Talent verrieten.

13.11.1949
Am Sonntag, 13. September 1949 findet erstmals ein Prominenten-Fußballspiel zu Gunsten des Wiederaufbaues der TSV-Turnhalle vor mehr als 1000 Zuschauern statt. Es spielen um 14 Uhr der Gemeinderat Haunstetten gegen den Turnrat des TSV. Der Gemeinderat gewinnt das Spiel mit 2:1 Toren. Das erste Tor, geschossen von Hubert Manznetter, wurde mit einer Trachtenjoppe prämiiert. Um 15 Uhr spielen die Geschäftsleute von Haunstetten gegen die Alten Herren des TSV. Die Geschäftsleute gewinnen mit 4:3 Toren.

TSV-44Am Sonntag, 13. September 1949, findet ein Prominenten-Fußballspiel zu Gunsten des Wiederaufbaues der TSV-Turnhalle vor rund 1000 Zuschauern statt. Es spielen um 14 Uhr der Gemeinderat von Haunstetten gegen den Turnrat des TSV. Im Bild der Einmarsch der Spieler. Bürgermeister Xaver Widmeier trägt den Ball unter dem linken Arm. Im Hintergrund die Ruine der Turnhalle. Bild: Sammlung Wahl

 

TSV-45Die Spieler des Gemeinderats Haunstetten und des Turnrats des TSV vor dem Prominentenspiel am 13. September 1949. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

03.02.1950
Badeanlage: „Um nun die sofortige Inangriffnahme der Wiederherstellung dieser Badeanlage zu ermöglichen, wird dem Turnverein ein kurzfristiger Kredit von 3000.- DM gewährt. In zahlreichen Wohnungen ist kein Bad vorhanden und besonders viele Flüchtlinge haben keine Möglichkeit, zu Hause ein Bad zu nehmen.“ Die Badeanlage wurde jedoch nicht wieder hergestellt. Den Kredit gewährte die Gemeinde Haunstetten.

14.07.1950
…. . Das Projekt zum Einbau von weiteren 12 Schulsälen in der Turnhalle an der Landsberger Straße wird von den zuständigen Stellen [Landratsamt und Regierung von Schwaben] nicht gutgeheißen, da räumlich keine befriedigende Lösung gefunden werden kann, nachdem die Grundrissgestaltung an die vorhandenen Mauerreste gebunden ist.

02.09.1950
Am Samstag, 2. September 1950 findet in der Turnhalle an der Frühlingsstraße (Arberstraße) eine Veranstaltung zugunsten der „Pfennigparade“ (Bekämpfung der spinalen Kinderlähmung) statt. Der TSV wirkt bei dem reichhaltigen Programm mit Konzert und Aufführungen auch mit.

15.09.1950
Dem TSV wird von der Gemeinde Haunstetten für den Außenputz des Vereinshauses (Jahnschule) ein Darlehen von 3.000 DM gewährt, das dem Schulhausbaufond entnommen wird.

20.10.1950
Der TSV veranstaltet am Samstag, 21. Oktober 1950, in der Turnhalle an der Frühlingsstraße (Arberstraße) eine Weinlese-Feier mit Tanz.

06.04.1951
Die Gemeinde Haunstetten überläßt dem TSV für den Wiederaufbau der Turnhalle ca. 150 Festmeter Stammholz.

01.05.1951
Zum erstenmal erlebt Haunstetten eine Maifeier, die von allen Haunstetter Vereinen gemeinsam veranstaltet wird. 6 bis 7 Uhr: Weckruf einer 13 Mann starken Blaskapelle durch die Straßen. 14 – 15 Uhr: Platzkonzert auf dem Georg-Käß-Platz. Dann Festzug der beteiligten Vereine zur Turnhalle an der Frühlingstraße [Arberstraße]. Ab 16 Uhr bunte Maifeier, bei der die Mädchen des TSV mitwirken.

18.05.1951
Nochmals ein Bunter Abend zu Gunsten der Pfennig-Parade (Bekämpfung der spinalen Kinderlähmung), bei dem der TSV mitwirkt.

03.08.1951
Neuer Hausmeister und Wirt des TSV ist ab 1. August 1951 Alfred Gahse mit Frau.

07.09.1951
Die Akrobatengruppe „4 Freddis“ des TSV erreicht bei der bayerischen Meisterschaft am 1. September 1951 in Lechhausen den 2. Platz. Der Name die „4 Freddis“ ist abgeleitet von „Alfred“ Schuster. Bei den Deutschen Meisterschaften (in Aschaffenburg ??) errangen sie den 7. Platz.

11.05.1952
Eröffnungsfeier der erweiterten Tennisplatzanlage (2. Tennisplatz) an der Jahnstraße am Sonntag, 11. Mai 1952, um 10 Uhr.

30.05.1952
Vorbereitung des Wiederaufbaues der Turnhalle: „Alte Mauerreste wurden bereits abgetragen und bei genauem Hinsehen kann man feststellen, daß die Halle um etwa 7 Meter verlängert wird.

09.06.1952
19 Tischtennis-Spieler und -Spielerinnen gründen am Montag, 9. Juni 1952, die TT-Abteilung des TSV Haunstetten.

06.09.1952
Bei der Feier zur Stadterhebung von Haunstetten präsentieren die Fahnenschwingerinnen des TSV das Wappen der Stadt Haunstetten im Festzelt.

TSV-46Am 6. September 1952 wurde Haunstetten zur Stadt erhoben. Junge Frauen aus dem TSV präsentierten im Festzelt als Fahnenschwingerinnen das Wappen der Stadt Haunstetten. Bild: Sammlung Wahl

 

 

06.09.1952
Dem Turn- und Sportverein wird zu den Kosten des Wiederaufbaues der durch Bomben zerstörten Turnhalle in diesem Jahre ein Betrag von 3 000.- DM gewährt.“ Den Zuschuss zahlte die Gemeinde Haunstetten.

13.09.1952
Die Akrobatik-Gruppe des TSV, die „4 Freddis“ erkämpften sich bei den Bayerischen Kunstkraftsport-Meisterschaften am 13. und 14. September 1952 den 3. Platz.

TSV-47Auch die Akrobatik-Gruppe des TSV, die „4 Freddis“, zeigten im Festzelt anläßlich der Stadterhebung von Haunstetten ihre Künste. Der Name „Freddis“ wurde nach dem Leiter der Gruppe, „Alfred“ Schuster, gewählt. Die Gruppe bestand aus Alfred Schuster, Marie-Luise Spengler, Anni Eisinger und Günter Eisinger. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

 

21.11.1952
Der Stadtrat von Haunstetten stellt dem TSV 50 Festmeter Holz zum Wiederaufbau der Turnhalle zur Verfügung.

23.09.1953
Am 23. September 1953 wird der Haunstetter Stenografenverein gegründet. Ab 1.10.1953 jeden Mittwoch 19.30 bis 21 Uhr Übungen in Verkehrsschrift und jeden Montag ein Übungsabend in Eilschrift, jeweils in der TSV-Gaststätte.

Ende 1953
Baubeginn des Wiederaufbaues der Turnhalle. Die Stadt Haunstetten gibt 200.000 DM Darlehen mit der Laufzeit bis 2005 sowie 11.000 DM für die Bestuhlung, und zwar für gesellschaftliche Veranstaltungen am Ort.

1954
Faschingssamstag 1954: Als Ersatz für einen Faschingsumzug findet ein Faschings-Fußballspiel zwischen dem Elferrat des Faschingsvereins „D’Zoigrabind’r“ und der Altherren-Mannschaft des TSV Haunstetten auf dem TSV-Sportplatz an der Jahnstraße statt. Anstoß ist um 16 Uhr. Ergebnis 5:5 Tore. Im Tor der Zoigrabindr: Das Prinzenpaar; der Prinz im eng anliegenden Morgenrock, daher sehr unbeweglich, weshalb der Verein auch fünf Tore einfing. Die Prinzessin ließ keinen Ball ins Tor. Der Elferrat spielte in wallenden Nachthemden. Im Tor der Altherrenmannschaft des TSV Karl Herrle, verkleidet als Rieder Bauer. Der Rasen war sehr wasser- und schlammreich.

TSV 47aAls Ersatz für einen Faschingsumzug findet am Faschingssamstag 1954 ein Faschings-Fußballspiel zwischen dem Elferrat des Faschingsvereins „D’Zoigrabind’r“ und der Altherren-Mannschaft des TSV Haunstetten auf dem TSV-Sportplatz an der Jahnstraße statt. Bild: Sammlung Wahl

 

05.07.1954
Hebauffeier für die wieder aufgebaute Turnhalle.

TSV-48Bis Herbst 1954 war die Turnhalle wieder aufgebaut. Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. November 1954 wurde sie eingeweiht. und eröffnet. Bild: Sammlung Wahl

 

 

14.08.1954
Die Tennisabteilung des TSV feiert ihr 20jähriges Bestehen, verbunden mit der Einweihung ihres Clubheims am Samstag 14. August 1954. Das „Clubheim“ war eine bessere Holzhütte und stand neben der Landsberger Straße.

11.1954
Für die notwendige Ausstattung der Turnhalle an der Landsberger Straße genehmigt der Stadtrat die Anschaffung von 75 Tischen und 550 Stühlen. Weitere 50 Stühle werden für die Vereinsbaracke an der Inninger Straße bestellt.

20.11.1954
Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. November 1954 Einweihung und Eröffnung der wieder errichteten Turnhalle. Die wieder aufgebaute Halle hat im Gegensatz zur alten Halle einen vier Meter breiten Balkon bekommen. Für die Chronik- und Gedenktafel im Zugang zur Turnhalle hat Kunstmaler und Graphiker Werner Helbig den Auftrag bekommen und ausgeführt.

Text der Gedenktafel:

Am Ostermontag, den 13. April 1914 fand die feierliche Grundsteinlegung dieses Hauses statt. Durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges verzögerte sich die Fertigstellung. Während des Krieges diente es als Lazarett, bis es dann seinem eigentlichen Zweck, eine Pflegestätte des Deutschen Turnens zu sein, zur Verfügung gestellt werden konnte. Brandbomben des 2. Weltkrieges verwandelten 1945 diese Stätte in Schutt und Asche.

Dank der finanziellen Hilfe der Stadt Haunstetten unter Bürgermeister Widmeier wurde in neuer Form dieser stattliche Bau geschaffen und ist 1954 der Pflege der Leibesübungen wieder zugeführt worden.

20. November 1954. „

TSV-49Festschrift zur Eröffnung der wieder aufgebauten Turnhalle. Bild. Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-50Situation im Flur des Vereinshauses ab 1954. Leider bestehen nur noch die Erinnerungstafel an die Gräfin von Tattenbach und die Chroniktafel von Kunstmaler Werner Helbig. Die Überschrift, die drei wichtigen Daten sowie der weiße Schriftzug im schwarzen Band sind nicht mehr vorhanden. Sie sind bei einer Renovierung im Jahr 2000 überstrichen worden. Der Text der Erinnerungstafel an die Gräfin von Tattenbach ist unter 1916 aufgeführt. Der Text der Chroniktafel von Kunstmaler Werner Helbig ist unter dem 20.11.1954 aufgeführt. Bild: Karl Wahl

28.12.1954
Der TSV erlässt eine neue Satzung.

31.12.1954
Der Faschingsverein „Zeigeranbinder von Haunstetten“ (Zoigrabindr) veranstaltet in der wieder aufgebauten Turnhalle des TSV eine große Fest- und Prunksitzung mit feierlichem Einzug von Hofmarschall, Elferrat und Ältestenrat im Ornat, mit Büttenredner und Conferencier. Eintritt zwei0 DM und 40 Pfennige Steuer. Sie stellen dabei das zukünftige Prinzenpaar Pedro I. und Hannelore I. vor. Das Paar ließ sich bei seiner Vorstellung „zu einigen verhängnisvollen Redenarten hinreißen …„. Dabei hat das Paar die guten Sitten ernsthaft verletzt, weshalb die Zoigrabindr kurzfristig ein anderes Paar wählten (siehe auch 5.1.1955). Das neue Paar soll am 15.1.1955 beim Hofball vorgestellt werden.

22.01.1955
Die Stadt Haunstetten lädt für Samstag, 22.1.1955, zu einem Bürgerball in die TSV-Turnhalle ein. Eintritt 3,00 DM.

26.03.1955
Der „Arbeiter-Rad- und Kraftfahrerbund »Solidarität«, Ortsgruppe Haunstetten“ veranstaltet am Samstag, 26. März 1955, in der TSV-Turnhalle um 15 und um 20 Uhr ein großes Saalsportfest.

02.04.1955
In der Turnhalle des TSV wird am Samstag, 2. April 1955, eine Modenschau veranstaltet. Es zeigen 18 Haunstetter Firmen ihre Artikel. Es spielt zur Unterhaltung die Haunstetter Tanzkapelle Casablanca.

08.05.1955
Die 13jährige Heide Dauphin wird als weitaus jüngste Teilnehmerin in Bamberg Bayerische Meisterin im Tischtennis. Dies war eine Sensation, weil ihre Konkurrentinnen vier Jahre älter sind und sie erst vor einem Jahr ihre Laufbahn begonnen hat.

19.06.1955
Am Sonntag, 19. Juni 1955 findet in der Turnhalle ein Jugend-Vergleichskampf Mädchen, und zwar Ungarn gegen Bayern im Tisch-Tennis statt.

05.10.1955
Am Mittwoch, 5. Oktober 1955, fand die erste Besprechung für sämtliche Haunstetter Vereinsvorstände statt, um die Belegung der TSV-Turnhalle zu klären.

08.10.1955
Am Samstag, 8. Oktober 1955, veranstaltet das Augsburger Schüler-Akkordeon-Orchester ein Konzert in der TSV-Turnhalle. Aus Haunstetten spielen mit: Luise Dorsch und Franz Gschwender.

30.10.1955
Am Sonntag, 30. Oktober 1955, findet in der TSV-Turnhalle ein Wunschkonzert statt. Organisatoren: Ortsverband des VdK und die Sanitätskolonne Haunstetten des BRK. Mitwirkende: Ein Musikkorps des Bundesgrenzschutzes und bekannte Münchner Künstler. Auswahl aus 60 Stücken der ernsten und heiteren Musik. An die Haunstetter Haushalte wird das Repertoire verteilt. Sie können eine vorgedruckte Karte ausfüllen mit ihren Wünschen aus dem vorgegebenen Repertoire. Der Reinerlös kommt karitativen Zwecken zu Gute.

13.11.1955
Die 13½jährige Heide Dauphin, Tischtennisspielerin des TSV, wird bei der internationalen Jugendmeisterschaft im englischen Seebad Herne Bay bei 640 teilnehmenden Jugendlichen „zweifache internationale englische Jugendmeisterin„.

20.11.1955
Am Sonntag, 20. November 1955 ist die wieder aufgebaute TSV-Turnhalle ein Jahr alt. In diesem Jahr haben 55 Veranstaltungen mit rund 70.000 Besuchern stattgefunden.

Dezember 1955
Der TSV richtet die schwäbischen Jugendmeisterschaften im Tischtennis aus. Heide Dauphin wird in allen drei Spielarten (Einzel, Doppel und Mixed) Siegerin.

1956
Zu Beginn des Schuljahres 1956/57 belegt die Stadt Haunstetten im Wirtschaftsgebäude des TSV weiterhin die vier Behelfsschulräume.

11.02.1956
Der Faschingsverein „Zoigrabindr“ plant, dass die Dinkelscherbener Schäffler im Hof der Eichendorffschule um 14 Uhr, um 15 Uhr und in der TSV-Turnhalle um 16 Uhr den Original Münchener Schäfflertanz aufführen. Dauer jeweils 35 Minuten. Der Unkostenbeitrag für Erwachsene beträgt 50 Pfennig und für Kinder 30 Pfennig. Wegen der grimmigen Kälte müssen die Aufführungen im Freien ausfallen. Sie werden in die TSV-Turnhalle verlegt.

26.02.1956
In der TSV-Turnhalle gastiert am Sonntag, 26. Februar 1956 Max Gre­ger (damals 29 Jahre alt, Europas Tenorsaxophonist Nr. 1) mit seinen 13 Solisten zu einem großen Wunschkonzert. Weiter wirken mit: Fred Bertelmann, Maureen René vom BBC London, die Komiker Wondra und Zwickl. Im Orchester: Trompeter und Komiker Freddy Brock, Altsaxophonist und Klarinettist Lothar Makat, Trompeter Charly Tabor. Weiter das
Enzian-Sextett“ und die „Obermenzinger Blasmusi„. Wunschzettel mit sieben Schlagerfavoriten sind in der Turnhalle erhältlich. Sie müssen einen Tag vor der Veranstaltung wieder abgegeben sein. Eintritt 2,50 bis 4,00 DM. 800 Leute wollten das Konzert besuchen. Die Turnhalle war jedoch zu klein, sie fasste nicht alle Interessenten.

14.04.1956
In der TSV-Turnhalle wird am Samstag, 14. April 1956, um 20 Uhr von 17 Haunstetter Firmen eine „Frühjahrs- und Sommermodenschau 1956“ veranstaltet.

29.04.1956
Am Sonntag, 29. April 1956, wird um 15 Uhr in der TSV- Turnhalle vom Kreisjugendring das diesjährige „Kreisjugendsingen“ veranstaltet. Schirmherr ist Bürgermeister Karl Rieger.

01.07.1956
Die städtische Singschule Haunstetten veranstaltet am 1. Juli 1956 um 15 Uhr ihr erstes Konzert in der TSV-Turnhalle. Auch das Instrumentalorchester der Schule spielt mit.

08.07.1956
In der TSV-Turnhalle findet am Sonntag, 8. Juli 1956 ein Sondergastspiel von Wiener Radiolieblingen mit Humor und Musik statt. Angekündigt wird ein „Abend froher Laune bei 1000 Schlagern.

18.07.1956
Das neue Zweigpostamt an der Haunstetter Straße wird am Mittwoch, 18. Juli 1956 eröffnet. Nach der Einweihung fand in der TSV-Turnhalle eine Einweihungsfeier statt.

13.10.1956
Der „Heimat- und Volkstrachtenverein Haunstetten“ veranstaltet am Samstag, 13. Oktober 1956, in der TSV-Turnhalle einen „großen Unterhaltungsabend, verbunden mit Volksliedersingen des Altbayerisch-Schwäbischen Gauverbandes.“ Am Sonntag, 14. Oktober 1956 veranstaltet der Gauverband in der Turnhalle seine 36. Generalversammlung.

26.10.1956
Der Stadtrat von Haunstetten beschließt, dem TSV ein Hypothekendarlehen von 211.000 DM zu gewähren mit einer Laufzeit von 50 Jahren ab 1. Ja­nuar 1955. Verzinsung mit 2,5 % und 1 % Tilgung aus der vollen Summe unter Zuschlag des ersparten Zinses (jährliche Schuldrate = 7.385 Mark). Die Stadt mietet die Turnhalle und den Sportplatz auf 51 Jahre für den Turnunterricht der Schuljugend. Die Turnhallenbenutzungsgebühr beträgt jährlich 7.385 DM. Die Schulden des TSV werden mit der Miete für die Turnhallenbenützung und Sportplatzbenützung abgetragen (siehe 24.05.1957).

11.1956
Die 14 ½ jährige Heide Dauphin wird bei den internationalen englischen TT-Juniorenmeisterschaften dreifache englische Meisterin.

26.01.1957
Die Stadt Haunstetten veranstaltet am Samstag, 2. Februar 1957 in der TSV-Turnhalle ihren Stadtball.

13.04.1957
Am Sonntag, 13. April 1957 findet in der TSV-Turnhalle eine Musical-Revue statt unter dem Motto „Buona sera signorina„. Es singt u.a. auch Udo Jürgens.

26.04.1957
Der Kultur- und Bildungsausschuß der SPD, Ortsverein Haunstetten, veranstaltet am Dienstag, 30. April 1957, in der TSV-Turnhalle einen „Tanz in den Mai„. Mitwirkend: Die bekannte Tanzkapelle „Casablanca“ und der Kunstkraftsportverein Augsburg (deutscher Meister) mit neuer Artistik und komischen Einlagen.

24.05.1957
Der Ortsverband Haunstetten des VdK feiert am Samstag, 25. Mai, und Sonntag, 26. Mai 1957 sein zehnjähriges Bestehen. „Er feiert damit ein Jubiläum der Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe.“ Hierzu wird in der TSV-Turnhalle ein großer Tanzabend veranstaltet. Es spielt die Tanzkapelle Casablanca.

24.05.1957
Die Stadt Haunstetten und der TSV Haunstetten haben einen Vertrag abgeschlossen. Er läuft 51 Jahre lang. Die Stadt gewährt ein Darlehen von 211.000 DM. Dafür darf die Stadt die Sportanlagen zum Schulturnen benutzen. Der Schuldendienst des TSV (2.5 % Zins, 1 % Tilgung) und die für das Schulturnen von der Stadt zu zahlende Miete heben sich gegenseitig auf (siehe auch 26.10.1956).

TSV-57Faschingdekoration in der TSV -Turnhalle, 1975. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

 

25.05.1957
Die Haunstetter Tanzkapelle Casablanca veranstaltet in der TSV-Turnhalle einen großen Tanzabend.

14.06.1957
Heide Dauphin (15) wurde deutsche Jugendmeisterin im Tischtennis im Einzel und deutsche Jugendmeisterin im Mixed, sowie Dritte im Doppel mit Erika Tauser, ausgetragen in Berlin in der Schöneberger Sporthalle.

22.06.1957
Die Sudetendeutsche Landsmannschaft veranstaltet am 22. Juni 1957 einen Volkstumsabend in der TSV-Turnhalle.

20.09.1957
Heide Dauphin wurde bei den internationalen deutschen Tischtennisjugendmeisterschaften in Donaueschingen „internationale deutsche Jugendmeisterin„.

27.09.1957
Max Greger gastiert mit seinem Orchester zum zweiten Mal am Sonntag, 13. Oktober 1957 in der TSV-Turnhalle.

18.10.1957
Der Ortsverband Haunstetten des VdK veranstaltet zu seinem 10jährigen Jubiläum und aus Anlass der Hilfsaktion „Helft Wunden heilen“ ein großes Konzert in der TSV-Turnhalle. Es spielen das 2. Musikkorps der Luftwaffe (Fürstenfeldbruck) und das Musikkorps der 11. amerikanischen Luftwaffendivision.

10.01.1958
Heide Dauphin gewinnt bei den Augsburger Jugendmeisterschaften im Tischtennis alle drei Titel: Einzel, Doppel und Mixed.

17.01.1958
Der Stadtball von Haunstetten findet am Samstag, 25. Januar 1958 in der TSV-Turn­halle statt.

07.02.1958
Der Faschingsball der Sängergesellschaft Einigkeit findet am Samstag, 15. Februar 1958 in der TSV-Turnhalle statt.

07.03.1958
Heide Dauphin wird bei den schwäbischen Jugendmeisterschaften im Tischtennis schwäbische Meisterin. Sie gewinnt den Titel im Einzel, im Doppel (mit ihrer Schwester Ursel) und im Mixed.

14.03.1958
In der TSV-Turnhalle gastiert am Samstag, 15.März 1958, Bayerns beliebteste Rundfunksendung, die „Weiß-blaue Drehorgel„.

02.05.1958
Heide Dauphin wurde bei den bayerischen TT-Meisterschaften in Würzburg zum 4. Mal bayerische Meisterin. Sie holte sich alle drei möglichen Titel. Im Einzel gewann sie zum 4. Mal in ununterbro­chener Reihenfolge. Doppel mit Schwester Ursel.

06.06.1958
Heide Dauphin gewann bei den 10. Nationalen deutschen
Jugend­meisterschaften im TT an Pfingsten in Eutin zum 2. Mal den Titel Deutscher Meister.

05.07.1958
Am Samstag, 5. Juli 1958 wird anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Gesangvereines Einigkeit ein Festball in der TSV-Turnhalle an der Jahnstraße veranstaltet.

18.07.1958
Die Kleidungsnäherei Schupp hat sich im Vereinshaus des TSV, im 1. Stockwerk eingemietet.

10.01.1958
Heide Dauphin gewinnt bei den Augsburger Jugendmeisterschaften im Tischtennis alle drei Titel: Einzel, Doppel und Mixed.

07.03.1958
Heide Dauphin wird bei den schwäbischen Jugendmeisterschaften im Tischtennis schwäbische Meisterin. Sie gewinnt den Titel im Einzel, im Doppel (mit ihrer Schwester Ursel) und im Mixed.

02.05.1958
Heide Dauphin wurde bei den bayerischen TT-Meisterschaften in Würzburg zum 4. Mal bayerische Meisterin. Sie holte sich alle drei möglichen Titel. Im Einzel gewann sie zum 4. Mal in ununterbro­chener Reihenfolge. Doppel mit Schwester Ursel.

06.06.1958
Heide Dauphin gewann bei den 10. Nationalen deutschen Jugend­meisterschaften im TT an Pfingsten in Eutin zum 2. Mal den Titel Deutscher Meister.

09.1958
Mit dem Bezug der Pestalozzischule werden die Schulräume im Wirtschaftsgebäude des TSV (Jahnschule) aufgegeben.

05.12.1958
Der TSV Haunstetten gründet am Freitag, 5. Dezember 1958 als neunte Unterabteilung eine Handballabteilung.

10.01.1959
Stadtball Haunstetten am Samstag, 10. Januar 1959 in der TSV-Turnhalle. Es tritt erstmals die Haun­stetter Faschingsgesellschaft „Haun-Narria“ auf mit dem Prinzenpaar Herta Heinrich und Manfred Bäumler. Hofmarschall ist Georg Lebegern.

06.02.1959
Am Samstag, 7. Februar 1959 um 15 Uhr, Faschingsfußballspiel der Haunarria, und zwar Elferrat samt ihrer Lieblichkeit, Prinz und Hofmarschall gegen eine Mannschaft des TSV. Die Haunarren treten mit 13 Mann und mit der Prinzessin an, die TSV-ler mit 12 Mann und der Ballkönigin des Turnerballs, Ilona Loderer. Die Damen haben den Spielern während des Spiels heiße Erfrischungen zu reichen. Im Tor der Haunarria: Hofmarschall Georg Lebegern. Metzgermeister Engelhardt steckte sich eine Bierflasche ins Trikot, erkältete sich dadurch derart, dass er an den Folgen starb. Er war vorher schon kränklich gewesen. Dieses Faschingsfußballspiel, auch als „Unterhosenparade“ bezeichnet, hatte über 400 Zuschauer.

17.06.1959
Sonnwendfeier der Ortsgruppe Haunstetten der Sudetendeutschen Landsmannschaft am „Tag der deutschen Einheit„, 17. Juni 1959, mit rund 6.000 Teilnehmern. Der Feuerplatz ist beim „Central-Theater.“ Das CT war ein Kino in der Südost-Ecke Hofacker-/Neue Straße. Fackelzug ab 21 Uhr ab dem Georg-Käß-Platz. Es wirken mit: Trachtenkapelle, TSV, Egerländer Singgruppe, Sudetendeutsche Trachtengruppe, Südostdeutsche Trachtengruppe, Spielmannszug Meitingen und die Sängergesellschaft Einigkeit.

08.08.1959
Offizielle Eröffnung der beiden Bundeskegelbahnen beim TSV im Untergeschoß der Turnhalle am 8. August 1959. Vom 24. Juli bis 2. August unterzogen sich rund 200 Sportkegler der Sportabzeichenabnahme. Das Sportabzeichen wird nur auf einer neuen und bisher unbespielten Bahn abgenommen. Diese Anlage ist die erste vollautomatische Kegelbahn Schwabens. Eine der beiden Bahnen ist seit einigen Jahren defekt. Es sind aber keine Ersatzteile mehr dafür zu bekommen.

11.11.1959
Am 11. November 1959 Vorstellung des Faschingsprinzenpaares für 1960, Inge Lucas und Josef Höltl in der TSV-Turnhalle.

1960
Gründung des Fußballclubs im TSV.

Juni 1961
Bei der Sonnwendfeier der Ortsgruppe Haunstetten der Sudetendeutschen Landsmannschaft wirkt auch der TSV mit.

1962
Die Sängergesellschaft Einigkeit veranstaltet in der Turnhalle des TSV ihren Sängerball.

06.04.1962
Um die Belegungstermine in der wieder aufgebauten Turnhalle des TSV zu koordinieren, wird die Arbeitsgemeinschaft der Haunstetter Vereine (ARGE) gegründet.

Juni 1962
Festwoche zum 70. Jubiläum des TSV vom 23. bis 30. Juni 1962. Dabei Weihe der zweiten Fahne im Hof der Eichendorffschule am 24. Juni 1962, großer Festzug durch Haunstetten, vielfältiges Sportprogramm. Fahnenbraut: Inge Kirsch. Fähnrich: Otto Weißenhorn.

TSV-511962 feierte der TSV sein 70jähriges Bestehen. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

 

TSV-52Mit einer Festwoche vom 23. bis 30. Juni 1962 feierte der TSV sein 70jähriges Jubiläum. Dabei wurde am Sonntag, 24. Juni 1962, im Hof der Eichendorffschule die zweite Fahne geweiht. Bild: Sammlung Wahl

 

 

TSV-53Mit einer Festwoche vom 23. bis 30. Juni 1962 feierte der TSV sein 70jähriges Jubiläum. Dabei wurde am Sonntag, 24. Juni 1962, im Hof der Eichendorffschule die zweite Fahne geweiht. Bild: Sammlung Wahl

 

 

TSV-54Mit einer Festwoche vom 23. bis 30. Juni 1962 feierte der TSV sein 70jähriges Jubiläum. Dabei wurde am Sonntag, 24. Juni 1962, im Hof der Eichendorffschule die zweite Fahne geweiht. Bild: Sammlung Wahl

 

 

TSV-55Mit einer Festwoche vom 23. bis 30. Juni 1962 feierte der TSV sein 70jähriges Jubiläum. Dabei wurde am Sonntag, 24. Juni 1962, im Hof der Eichendorffschule die zweite Fahne geweiht. Bild: Sammlung Wahl

 

 

1963
Die Tennisanlage erhält ihre erste Flutlichtanlage.

19.01.1963
Haunstetten feiert am 19. Januar 1963 in der TSV-Turnhalle den Stadtball mit Inthronisation des Prinzenpaares, Ilka Nürnberger und Klaus Dauphin. Hofmarschall: Walter Steinert. Präsident: Georg Lebegern.

16.05.1964
Ein Pfingst-Turnier (Fußball) veranstaltet der TSV an Pfingsten 1964. Es spielen am Samstag, 16. Mai 1964, die Sportfreunde Esslingen gegen den Eisenbahner-Sportverein Augsburg und der Post-Sportverein Augsburg gegen den TSV Haunstetten. Am Sonntag, 17. Mai 1964, spielen die gleichen Mannschaften, jedoch sind die Mannschaften vertauscht. Am Sonntagabend findet in der Turnhalle ein „Großer Pfingst-Tanz mit Siegerehrung und Preisverteilung“ statt. Es spielt die Kurhauskapelle Göggingen.

04.07.1964
Die Jugendabteilung des FCH veranstaltet am Wochenende 4. und 5. Juli 1964 ein großes Schülerturnier um den Pokal der Stadt Haunstetten auf dem neu errichteten Sportgelände am Alten Postweg. Teilnehmer: Die 1. Schülermannschaften des TSV 1860 München, des TSV 1847 Schwaben-Augsburg und des TSV 1892 Haunstetten

13.12.1964
Erstmals seit Jahrzehnten veranstaltet der TSV keine getrennten Weihnachtsfeiern mehr für Jugend und Erwachsene, sondern legt sie zu einer gemeinsamen Veranstaltung zusammen, weil das Interesse bei den Erwachsenen nachgelassen hat, während die Feiern für die Jugend um so größeren Zuspruch fanden. Die Feier findet statt am 13. Dezember 1964 um 16 Uhr.

25.01.1965
An der Sitzung der ARGE nehmen von 36 eingeladenen Vereinen nur acht teil, und zwar: Schützengesellschaft, AMC, Haun-Narria, TSV, FCH, Naturfreunde, Heimat- und Volkstrachtenverein sowie Sanitätskolonne des BRK.

09.1967
Der TSV feiert sein 75jähriges Gründungsjubiläum.

1968
Der TSV pachtet ein Bauernhaus in Rinnen. Eine andere Quelle berichtet dies von 1967.

1968
Der TSV wird schwäbischer Fußball-Pokalsieger. Der Tennisplatz wird auf vier Plätze erweitert. Dabei wird die „Hindenburg-Eiche“ von 1917 gefällt.

03.02.1968
Am Samstag, 3. Februar 1968 veranstaltet Haunstetten seinen Stadtball in der TSV-Turnhalle.

30.06.1968
Der TSV Haunstetten spielt am 30. Juni 1968 in Donauwörth gegen den SSV Dillingen im Endspiel um den schwäbischen Bezirkspokal. Der TSV Haunstetten wird schwäbischer Pokalsieger.

10.08.1968
Der TSV spielt am Samstag, 10. August 1968 im Sportstadion Haunstetten in der 1. Süddeutschen DFB-Pokal-Hauptrunde gegen den TSV 1847 Schwaben-Augsburg.

26.10.1968
In der Turnhalle startet am Samstag, 26. Oktober 1968 ein „Großes Weinfest„. Es spielen zwei Musikkapellen.

1969
Gründung der Leichtathletikabteilung des TSV Haunstetten.

12.07.1969
Auf dem TSV-Sportplatz wird am 12. Juli 1969 ein Wohltätigkeits-Fußballspiel zu Gunsten des Haunstetter Kindergartens veranstaltet. Es spielen Augsburger Lebensmittel-Kaufleute gegen die „Lochbachtiger“ (eine Prominenten-Elf).

21.09.1969
Feierliche Einweihung und Übergabe des Sportstadions am „Unterer Talweg„. Neben mehreren Ereignissen findet dabei ein Fußballspiel zwischen dem VfB Stuttgart und einer Mannschaft aus Spielern des FC und des TSV statt. Der VfB Stuttgart gewinnt mit 8:0 Toren.

25.10.1969
Ein „großes Weinfest“ findet am Samstag, 25. Oktober 1969 beim TSV statt. Es spielen die „Blue Cats“ mit Pop-Musik, Bayerischer Show und Russischer Show.

18.01.1970
Am Sonntag, 18. Januar 1970, findet in der TSV-Turnhalle ein Prinzenpaare- und Gardetreffen statt. Es nehmen zehn Prinzenpaare mit ihren Garden daran teil. Veranstalter sind die Haun-Narria (Haunstetten) und die Perlachia (Augsburg).

07.02.1970
Die Sängergesellschaft Einigkeit veranstaltet einen „Sängerball“ in der TSV-Turnhalle.

17.10.1970
In einer öffentlichen Versammlung in der TSV-Turnhalle am Samstag, 17. Oktober 1970 um 20 Uhr spricht Bundestagspräsident Kai Uwe von Hassel.

31.01.1971
In der TSV-Turnhalle findet wieder ein großes Prinzenpaare- und Gardetreffen aus dem schwäbischen Raum statt.

26.02.1971
In der TSV-Turnhalle findet eine Bürgerversammlung wegen der geplanten Eingemeindung nach Augsburg statt. Es kommen 600 Besucher. Sie verabschieden eine einstimmige Resolution gegen die Eingemeindung nach Augsburg.

26.06.1971
Zum 625jährigen Jubiläum der Brauerei „Goldene Gans“ in Augsburg veranstaltet der TSV am 26. Juni 1971 im Sportstadion Haunstetten ein Fußball-Turnier: Es spielen: TSV Haunstetten, TSV Pfersee, SV Dierig, PSV Augsburg, TSV Straßberg, SSV Margertshausen, SpVgg Lagerlechfeld, und der SV Ottmarshausen.

08.10.1971
Die Sängergesellschaft Einigkeit wechselt das Probenlokal vom Gasthaus „Hirsch“ am Georg-Käß-Platz in das Wirtschaftsgebäude des TSV Haunstetten. (Name des ehemaligen Gasthauses „Hirsch“ im Jahr 2011: „Wein- und Pilsstube„).

20.10.1971
In der Turnhalle findet am 20. Oktober 1971 eine Bürgerversammlung wegen der drohenden Eingemeindung nach Augsburg statt.

01.12.1971
Die erste Nummer des „tsv-report“ erscheint.

30.01.1972
Der TSV veranstaltet am 30. Januar und am 6. Februar 1972 für Kinder von 5 bis14 Jahren (in Begleitung Erwachsener) einen Kinder-Maskenball unter dem Motto „Schiff ahoi„. Es wird dabei u.a. geboten: Zirkus-Schau beim TSV, TSV-Ex-press, und Clowns, Clowns, Clowns.

30.06.1972
Mit einem Kameradschaftsabend wird die Belegschaft der Stadt Haunstetten in der TSV-Turnhalle verabschiedet (Eingemeindung am 1. Juli 1972 nach Augsburg). Zur Erinnerung erhalten alle eine hübsche Kachel mit einem Motiv Alt-Haunstettens sowie eine goldene Gedenkmedaille mit dem Haunstetter Rathaus sowie dem Stadtwappen überreicht.

22.09.1972
Gründung der Abteilung Ski-Gymnastik.

30.09.1972
Der TSV feiert sein 80jähriges Gründungsjubiläum vom 30. September bis 7. Oktober 1972.

30.09.1972
Der TSV veranstaltet am Samstag, 30. September 1972 anläßlich seines 80-jährigen Jubiläums in der Turnhalle einen Jubiläumsabend. Es wirken dabei mit: Die BöWe-Turner-Riege, die Sängergesellschaft Einigkeit, die Kapelle des Volkstrachtenvereins Haunstetten und die Turnabteilung des TSV. Der TSV feiert das 80jährige Gründungsjubiläum vom 30. September bis 7. Oktober 1972.

04.10.1972
Gründung des „Mutter- und Kind-Turnen“ beim TSV Haunstetten.

13.01.1973
Bürgermeister Karl Rieger inthronisiert in der TSV-Turnhalle das Faschingsprinzenpaar der Haun-Narria, Gabi II. und Hans I. Der Stadtball wird nun „Hofball“ genannt, weil Haunstetten keine eigene Stadt mehr ist.

29.06.1973
Gründung der Abteilungen Eissport und Stockschießen.

29.06.1974
Im Sportstadion Haunstetten spielt in einem internationalen A-Jugendspiel der TSV am 29. Juni 1974 gegen die „Texas-Longhorns Dallas„.

1974
Gründung der Schwimmabteilung.

09.08.1974
Beschluß: Mit Wirkung von 1. Juli 1975 gibt der Schachklub Haunstetten seine Selbständigkeit auf und wird eine Abteilung des TSV Haunstetten.

06.1975
Im Vorderhaus der Turnhalle wird im Obergeschoß ein Gastraum eingerichtet.

14.03.1976
Alle Haunstetter Kirchengemeinden veranstalten im Rahmen der Ökumene in der Turnhalle vom 14. bis 21. März 1976 die „Woche des Evangeliums„. Es finden täglich ab 19:30 Uhr Vorträge statt. Das Motto lautet: „Gut leben in bösen Zeiten„.

1977
Baubeginn für die Tennis- und Freizeitanlage an der Roggenstraße.

1977
Zugang des 3000. Mitgliedes des TSV Haunstetten.

15.09.1978
Gründung der Volleyballabteilung.

1979
Die Schach-Abteilung richtet die Schwäbischen Schach-Einzelmeisterschaften aus.

04.05.1979
Einweihung der Tennis- und Freizeitanlage des TSV an der Roggenstraße. (Name des Tennisheimes im Jahr 2011: „Matchpoint„).

06.01.1981
Der TSV wird schwäbischer Hallenfußballmeister.

1981
Der Aushub der vier aufgelassenen Tennisplätze (darauf steht jetzt die Dreifachsporthalle), ca. 1500 Kubikmeter, wird in die Nähe des Haunstetter Krankenhauses gefahren und dort als „Skiberg“ (Rodelberg) aufgeschüttet. Es sind über 80 LKW-Fuhren. Der TSV brachte hierfür mehr als 5.000 DM auf. Das Gartenamt hat Humus darübergezogen. Die Idee für den Buckel stammt von Leo Würz. Bei einem Jubiläum des früheren Augsburger Oberbürgermeisters Breuer war 1. Vorstand Albert Loderer auch eingeladen. Bei diesem Anlaß frug er den OB, ob der TSV den Rodelhügel um zwei Meter erhöhen dürfte, denn damit wäre dieser Punkt dann der höchste Punkt von Augsburg geworden, worauf Breuer sofort und entschieden ablehnte.

TSV-60Der Rodelhügel, auch „Skiberg“ genannt, in der Nähe des Haunstetter Krankenhauses (Klinikum Süd). Im Hintergrund das Schwesternheim. Bild: Karl Wahl

 

 

 

Der TSV hat Ende 2001 bei seinem Tennisheim an der Roggenstraße einen weiteren Rodelberg angelegt.

01.10.1982
Gründung der Karateabteilung.

Juli 1983
Die Sängergesellschaft Einigkeit veranstaltet anläßlich ihres 125jährigen Bestehens einen Festabend in der TSV-Turnhalle.

1984
Die Abteilung Schach erringt die Finalrunde der Bayerischen Jugendmannschaftsmeisterschaften.

07.01.1986
Gründung der Sqashabteilung.

25.10.1986
In der Turnhalle wird am 25. Oktober 1986 ein „Großes Pfälzer Weinfest“ veranstaltet mit Musik, Pfälzer Weinen vom Faß und Pfälzer Spezialitäten. U.a. Saumagen mit Kraut oder Pfälzer Brotzeitteller mit Blut- und Leberwust und mit Schwartenmagen.

05.10.1987
Baubeginn für die Dreifachsporthalle.

TSV-59Der Baubeginn für die Dreifach-Sporthalle, „Albert-Loderer-Sporthalle“, war im Oktober 1987. Bild: Karl Wahl

 

 

 

24.10.1987
Ein „Großes Pfälzer Weinfest“ veranstaltet der TSV am Samstag, 24. Oktober 1987 in der Turnhalle.

29.10.1987
Grundsteinlegung für die Dreifachsporthalle.

1988
Die Schachabteilung richtet die Bayerischen Mannschaftsmeisterschaften im Blitz-Schach aus.

1988
Die Schachabteilung gewinnt den Bayerischen Mannschaftspokal 1987.
05.05.1988: Hebauffeier für die Dreifachsporthalle.

TSV-61Die Dreifach-Sporthalle im Rohbau. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

05.05.1988
Fertigstellung der Dreifachsporthalle (Albert-Loderer-Sporthalle).

29.10.1988
Feierliche Einweihung der Dreifachsporthalle.

02.11.1988
Aufnahme des Sportbetriebs in der Dreifachsporthalle.

01.12.1988
Eröffnung eines vereinseigenen Fitness-Studios mit
Einrichtungen für Krankengymnastik und Gesundheitssport.

26.12.1988
In der Dreifach-Sporthalle wird am 2. Weihnachtsfeiertag 1988 ein Hallenfußballturnier veranstaltet. Es spielen: FC Augsburg, TSV Königsbrunn, FC Haunstetten, TSV Schwaben-Augsburg, TSV Bobingen und der TSV Haunstetten.

07.03.1989
Gründung der Badmintonabteilung. Es ist die 20. Abteilung des TSV.

30.03.1990
In der TSV-Turnhalle spielt am Freitag, 30.März 1990 eine 15köpfige Blech-Blaskapelle der US-Luftwaffe.

1991
Die alte Turnhalle des TSV wird von Grund auf renoviert und saniert.

15.06.1991
Beim TSV wird in der Albert-Loderer-Sporthalle am 15. Juni 1991 die Deutsche Meisterschaft der Clubs im Rock’n-Roll-Tanz ausgetragen.

26.12.1991
Beim Hallenfußball am 26. Dezember 1991 in der Dreifachturnhalle spielen: FC Stätzlig, TSV Mühlhausen, TSV Königsbrunn, FC Haunstetten, und der TSV Haunstetten.

1992
Die Abteilung Schach richtet anläßlich des 100jährigen Bestehens des TSV-Haunstetten die Schwäbische Einzelmeisterschaft aus.

09.05.1992
Der TSV feiert sein 100jähriges Jubiläum. Er hat über 4.000 Mitglieder.

14.05.1992
Gründung der Abteilung Yoga.

28.06.1993
Dr. Edmund Stoiber kommt als neu gewählter Bayerischer Ministerpräsident zu einer Veranstaltung in die TSV-Turnhalle, 800 Be­sucher.

01.12.1993
1. Vorsitzender Albert Loderer erhält mit weiteren zehn Persönlichkeiten die erstmals verliehene Medaille „Für Augsburg„.

29.01.1994
Der TSV Haunstetten veranstaltet am 29. Januar 1994 seinen letzten Faschingsball.

07.11.1994
Die Dreifach-Sporthalle wird in „Albert-Loderer-Sporthalle“ umbenannt.

25.06.1995
20jähriges Trimm-Trab-Jubiläum am 25. Juni 1995.

16.03.1996
Die Sportredaktion der Augsburger Allgemeinen veranstaltet in der Turnhalle am 16. März 1996 einen Benefiz-Abend „Spiel und Show für Olympia“ zugunsten des „Kuratoriums Augsburger für Olympia„.

30.03.1999
Gründung der Abteilung Aikido.

12.11.1999
Die Abteilung Schach feiert ihr 100jähriges Bestehen und richtet anläßlich des Jubiläums die Augsburger Jugend-Einzelmeisterschaften aus.

26.12.1999
Der Orkan „Lothar“ wütet in Haunstetten und reißt das Dach der Dreifach-Sporthalle teilweise herunter.

31.12.2000
Das Pächterehepaar der Gaststätte im Vereinshaus, Klaus und Claudia Walter, hört nach fast 30 Jahren als Pächter auf.

01.02.2001
Nach mehr als 50 Jahren wird der Getränke­be­zug von der Brauerei „Goldene Gans“ (die von der „Hasenbrauerei“ übernommen wird) beendet. Die Getränke werden nunmehr von der Brauerei Ustersbach bezogen.

12.2001
Der TSV errichtet einen künstlichen Rodelhügel neben seinem Tennisheim an der Roggenstraße. Er wird mit einer Schneekanone, die der TSV später gekauft hat, beschneit.

20.04.2002
Der TSV Haunstetten veranstaltet zum 110jährigen Gründungjubiläum am 20. April 2002 in der alten TSV-Turnhalle ein Preisschafkopfturnier, das sehr gut besucht ist.

15.06.2002
Der TSV feiert sein 110jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür, mit verschiedenen Aufführungen der Abteilungen, mit einem Weißwurstfrühstück. Nachmittags Kaffee und Kuchen, abends „Italienischer Abend“ mit der Kapelle/Combo „Team 70„.

15.06.2002
Der TSV veranstaltet am 15. Juni 2002 ein Sommerfest mit
einem Tag der offenen Tür mit verschiedenen Aufführungen der Abteilungen, mit einem Weißwurstfrühstück und nachmittags mit Kaffee und Kuchen. Abends mit einem italienischen Abend mit der Band „Team 70“ und italienischen Spezialitäten.

11.07.2002
Anläßlich des 110jährigen Bestehens des TSV werden veranstaltet: Donnerstag bis Sonntag, 11. bis 14. Juli ein Stadionfest, Samstag, 15. Juli ein Fest zwischen den beiden Hallen mit der „Band Team 70“, Sonntag, 21. Juli ein Brunch mit der „Hammerschmiedler Tritracht“ in der Tennisgaststätte des TSV, Samstag, 28. September eine Unterhaltung mit der Theatergruppe des TSV Firnhaberau, Samstag, 19. Oktober ein Galaball mit der Band Team 70, Samstag, 9. November die Abchlußveranstaltung für Übungsleiter, Funktionäre und Helfer.

05.12.2002
Die Tennisabteilung des TSV und der „Tennisclub 77 Haunstetten“ fusionieren. Beide Vereine haben in getrennten Veranstaltungen die „Verschmelzung“ beschlossen. Sie wird am 5. Dezember 2002 notariell in der TSV-Gaststätte vollzogen.

12.2002
Der TSV beschneit mit seiner Schneekanone drei Tage lang den künstlichen Rodelhügel an der Roggenstraße.

2005
Der TSV erläßt eine neue Satzung.

19.01.2007
In der alten TSV-Turnhalle findet am 19. Januar 2007 das 5. Haunstetter Starkbierfest statt.

12.2007
Beim TSV Haunstetten hatten Investoren angefragt, ob sie die Dachfläche der „Albert-Loderer-Sporthalle“ für die Solartechnik anmieten könnten. Der TSV nahm die Sache jedoch selbst in die Hand. Er ließ auf 563 Quadratmetern 348 Photovoltaikmodule installieren, die im Jahr 70.000 Kilowattstunden Strom erzeugen (Dieser Strom würde für 20 Haushalte reichen). Die C02-Minderung beträgt 50 Tonnen jährlich. Der erzeugte Gleichstrom wird von neun Wechselrichtern in den üblichen Wechselstrom umgewandelt. Die Anlage kostete 330.000 €. Finanziert wird das Projekt zu 80 Prozent vom Programm „Solarstrom erzeugen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die verbleibenden 20 Prozent stammen aus Mitteln des europäischen Wiederaufbauprogramms (REP). Der TSV erhält 47 Cent je Kilowattstunde. Der erzeugte Strom wird in das städtische Stromnetz eingespeist. Der Stromlieferungsvertrag ist auf 20 Jahre abgeschlossen. Nach 12 Jahren wird der Kredit getilgt sein, dann wird der TSV voraussichtlich jährlich 33.000 € Einnahmen haben.

21.06.2008
Der TSV Haunstetten gibt seiner Berghütte in Rinnen in Tirol zu Hans Weindls 80. Geburtstag den Namen „Hans-Weindl-Hütte„. Die Namenstafel wird am 21. Juni 2008 zum 80. Jubiläum der Abteilung Alpin und zum 40. Hüttenjubiläum an der Hütte angebracht. Hans Weindl ist seit 1939 Mitglied des TSV und war 35 Jahre lang der Hüttenwart. Weiterhin war er 16 Jahre lang Fußballschiedsrichter und Mitbegründer der Tischtennisabteilung 1952.

TSV-56Die Berg- und Skihütte des TSV in Berwang-Rinnen in Tirol. Bild: Sammlung Wahl

 

 

 

 

Die Alpinabteilung war ursprünglich die „Bergsteigerabteilung.“ Sie wurde 1928 von 13 Turnfreunden gegründet und hat im Jahr 2007 knapp 300 Mitglieder. 1968 wurde in Rinnen bei Berwang ein Bauernhaus angemietet, aus dem die Berghütte des TSV wurde.

2001 bis 2010
Nachdem das Pächterehepaar der Gaststätte im Vereinshaus, Claudia und Klaus Walter, mit dem 31. Dezember 2000 den Betrieb aufgegeben hatte, kam es in den folgenden zehn Jahren zu mehreren Pächtern in relativ schnellen Wechseln.

August 2010
Die Vereinsgaststätte wird erneut verpachtet.

24.09.2010
Der neue Pächter der Vereinsgaststätte machte daraus die Pizzeria „Mamma Mia„, die am 24. September 2010 eröffnet wurde.

TSV-62Im Vereinshaus des TSV Haunstetten war fast 120 Jahre lang eine Gaststätte eingerichtet. Bild: Karl Wahl

 

 

 

TSV-63Seit August 2010 ist im Vereinshaus des TSV Haunstetten keine Gaststätte mehr, sondern die Pizzeria „Mamma Mia“ eingerichtet. Bild: Karl Wahl

 

 

 

16.07.2011
Der TSV läßt eine neue Fahne weihen. Die in die Jahre gekommene Fahne von 1962 (Schirmherr war 1. Bürgermeister Karl Rieger) wurde restauriert und wird beim TSV in einer Glasvitrine aufbewahrt.

TSV-91Die am 16. Juli 2011 geweihte Fahne des TSV Haunstetten. Sie ist der Fahne, die im Juni 1962 im Hof der Eichendorffschule geweiht wurde, völlig gleich. Bild: Roland Kießling

 

 

 

 

TSV-92Bei der Fahnenweihe des TSV am 16. Juli 2011. Am Mikrophon Ehrenpräsident Albert Loderer. Bild: Roland Kießling

 

 

 

Mehrere der vielen Abteilungen des TSV, die ehemals gegründet wurden, bestehen so nicht mehr. Ein paar existieren überhaupt nicht mehr oder es sind mehrere zu einer Abteilung zusammengefasst worden oder sie haben inzwischen einen anderen Namen, wie z.B. die Abteilung Bergsteigen den Namen „Alpin“ hat.

Nun eine Folge von Plakaten zu Veranstaltungen von 1955 bis vor rund zehn Jahren.

TSV-64Plakat zur Veranstaltung am 19. Juni 1955. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

TSV-65Plakat zur Veranstaltung am 26. Februar 1956. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-66Plakat zur Veranstaltung am 8. Juli 1956. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-67Plakat zur Veranstaltung am 13. April 1957. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAZeitungsanzeige zur Veranstaltung am 25. Mai 1957. Der Ortsverband Haunstetten des VdK feiert am Samstag, 25. Mai und Sonntag, 26. Mai 1957 sein zehnjähriges Bestehen. „Er feiert damit ein Jubiläum der Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe.“ Am 12. Mai 1947, in der schwersten Nachkriegszeit, wurde durch den damaligen Augsburger Stadtrat Willi Vasters der Haunstetter Ortsverband des Verbandes der Kriegsbeschädigten-Hinterbliebenen und Sozialrentner gegründet. Bild: Karl Wahl

TSV-68Plakat zur Veranstaltung am 16. Mai 1964. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-69Plakat zur Veranstaltung am 30.Juni 1968. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-70Plakat zur Veranstaltung am 10. August 1968. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-71Plakat zur Veranstaltung am 26. Oktober 1968. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-72Plakat zur Veranstaltung am 12. Juli 1969. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

TSV-73Plakat zur Veranstaltung am 25. Oktober 1969. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-74Plakat zur Veranstaltung am 26. Juni 1971. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-75Plakat zur Veranstaltung am 20. Oktober 1971. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-76Plakat zur Veranstaltung am 30. Januar 1972. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-77Plakat zur Veranstaltung am 30. September 1972 Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-78Plakat zur Veranstaltung am 29. Juni 1974. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

TSV-79Plakat zur Veranstaltung am 14. März 1976. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-80Plakat zur Veranstaltung am 25. Oktober 1986. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-81Plakat zur Veranstaltung am 24. Oktober 1987. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-82Plakat zur Veranstaltung am 26. Dezember 1988. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-83Plakat zur Veranstaltung am 30. März 1990. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-84Plakat zur Veranstaltung am 15. Juni 1991. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-85Plakat zur Veranstaltung am 26. Dezember 1991. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-86Plakat zur Veranstaltung am 16. März 1996. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-87Plakat zur Veranstaltung am 15. Juni 2002. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

 

TSV-88Plakat zur Veranstaltung am 11. Juli 2002. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-89Plakat zum Stadtteil-Turnier beim TSV. Das Jahr ist dem Autor nicht bekannt. Bild: Karl Wahl

 

 

 

 

 

 

TSV-90Das waren noch Zeiten. Das Jahr ist dem Autor nicht bekannt. Bild: Karl Wahl