Beteiligungsprozess zur städtebaulichen Entwicklung von Haunstetten Südwest startet

Haunstetten Süd West

Zum Auftakt tagt ein hochkarätiger Expertenworkshop

Bis Jahresende werden mit Bürgern, externen Fachleuten und der Verwaltung in Expertenworkshops, Informationsveranstaltungen und Planungswerkstätten innovative Ideen und Lösungswege für die städtebauliche Entwicklung des „Plangebiets Haunstetten Südwest“ erarbeitet. Sie bilden die Grundlage für einen städtebaulichen und freiraumplanerischen Ideenwettbewerb. Er soll bis Ende 2019 aufzeigen, wie die städtebauliche Struktur der etwa 180 Hektar großen Fläche aussehen kann. 

Auf dem Plangebiet soll ein innovatives Stadtquartier für rund 10.000 Bewohner, rund 5000 Arbeitsplätze sowie ausgedehnte Grün- und Freiflächen entstehen, das in jeder Hinsicht Maßstäbe setzt. In einem gemeinsam angelegten Beteiligungsprozess, an dem Bürgerinnen und Bürger genauso mitwirken, wie externe Experten und Fachleute aus der Verwaltung, werden in einem ersten Schritt bis Ende des Jahres kreative Ideen erarbeitet, wie das vorläufige „Plangebiet Haunstetten Südwest“ künftig gestaltet wird.

Parallel zur städtebaulichen Entwicklung des Plangebiets wird auch ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für den bereits bestehenden Stadtteil Haunstetten unter öffentlicher Beteiligung erarbeitet. „Haunstetten wird wachsen. Mit der Verzahnung beider Prozesse wollen wir die Möglichkeit schaffen, dass das Haunstetten von heute mit dem Haunstetten von morgen zusammenwachsen kann und künftig beide voneinander profitieren“, erläutert Baureferent Gerd Merkle. Gefördert wird der Planungsprozess mit Städtebaufördermitteln des Bundes und des Freistaats Bayern.

Zukunftsdenker bieten „Blick von außen“

Der Startschuss erfolgt jetzt mit einem ersten Workshop von Experten, die in ihrem jeweiligen Fachgebiet bereits heute in die Zukunft denken. Der Workshop findet vom 23. bis 26. April in Augsburg statt. „Mit ‚Blick von außen‘ soll eine erste Idee entwickelt werden, wie unsere Kinder und Enkelkinder in Zukunft leben werden“, so Baureferent Gerd Merkle. Die extern einberufenen Fachleute stammen aus den Bereichen Städtebau, Freiraum, Mobilität, Energie und Klima sowie Digitalisierung. Auch ein Vertreter der örtlichen Architektenverbände ist mit dabei. Den Vorsitz für den ersten Expertenworkshop übernimmt Stadtplaner Steffen Braun. Er ist u.a. Mitbegründer der so genannten Morgenstadtinitiative und Leiter des Geschäftsfelds „Mobilität und Stadtsystemgestaltung am Fraunhofer Institut in Stuttgart. Er forscht an Lösungsansätzen für eine smarte Stadt der Zukunft.

„Mitmach-Planung“

Ergebnisse aus dem Expertenworkshop werden zunächst in einer Bürgerinformationsveranstaltung am 16. Mai vorgestellt. Ziel ist, interessierte Bürgerinnen und Bürger für eine aktive Gestaltung und Mitwirkung an der Zukunft zu gewinnen. Sie können ihre Ideen und Wünsche dann in einer offenen Planungswerkstatt am 9. Juni diskutieren und so in den Prozess einbringen. Geplant ist, den Prozess aus Expertenworkshop, Bürgerinformation und Planungswerkstatt in der zweiten Jahreshälfte in einer weiteren Runde fortzuführen und zu vertiefen. Bis Jahresende 2018 sollen im Rahmen dieser „Mitmach-Planung“ die Grundlagen für einen städtebaulichen Ideenwettbewerb geschaffen werden. (Quelle: www.augsburg.de)