Beten mit Beat – ein etwas anderer Gottesdienst

beat 'n' light Muttergotteskapelle HaunstettenVon außen bereits von weitem sichtbar, war die hell angestrahlte Muttergotteskapelle in Haunstetten vergangenen Samstag (24, Januar 2015) Anziehungspunkt für rund 120 Menschen jeden Alters.

Zum dritten Mal hieß es Beat’n’Light in der Pfarreiengemeinschaft St. Albert – St. Georg. Und der Zusatz „Church“ auf den Plakaten, ließ erahnen, dass auf die Besucher ein ziemlich ungewöhnlicher Gottesdienst warten würde. Der Innenraum der Rokoko-Kapelle war farblich zunächst in dunkles Blau getaucht, begleitet von leisen House-Klängen. So lässt sich der Name „Beat’n’Light“ sehr gut ableiten – dahinter stehen Meditationen und Gottesdienste, die in professionelle Lichtinstallationen und House-Musik eingebettet sind. Die Initiatoren, Sebastian Huber und Stephan Demharter, standen selbst an den Mischpulten und dirigierten Scheinwerfer, Stroboskopeffekte und Musik, während Subsidiar Rainer Florie, die Eucharistiefeier leitete. In seiner Predigt sprach Florie von den Passwörtern, mit denen die meisten in der heutigen Gesellschaft zu tun haben. Jenes Passwort, welches jeder Mensch persönlich von Gott erhalten habe, um seinem Lebensauftrag nachzukommen, gelte es, selbst zu entschlüsseln.

Nach dem Gottesdienst in der vollen Kapelle lud das Organisationsteam, zu einem Umtrunk ein. Julia Kirsch, die zum ersten Mal einen Beat’n’Light Gottesdienst besucht hatte, zeigte sich begeistert und meinte, dass sie beim Nächsten auf jeden Fall wieder dabei sein würde. Das Fazit fiel rundherum überaus positiv aus, da es gelang, gewohnte liturgische Riten auf eine konsequent moderne Richtung zu stellen, die von der Sprache geprägt war, momentane Probleme und Alltagssituationen anzusprechen und trotzdem Gott den höchsten Stellenwert im Gottesdienst einzuräumen. (Wolfgang Ullmann)