Eschentriebsterben im Lechauwald

Das Eschentriebsterben ist in diesem Jahr massiv in allen Altersklassen aufgetreten. Aktuell beunruhigt vor allem die Situation im Lechauwald, da hier die Esche zum einen eine typische Baumart der Hartholzaue ist, also in großer Anzahl vorkommt. Zum anderen ist dieses Gebiet stark von Erholungssuchenden frequentiert. Die dürren Äste stellen – sobald sie vor allem über Hauptwegen, Ruhebänken oder sonstigen Waldeinrichtungen hängen – eine Gefahr für Leib und Leben der Besucher dar

Das Eschentriebsterben wurde 2008 erstmals in Bayern nachgewiesen und hat seither fast alle Eschenbestände befallen. Die Krankheit wurde durch den aus Asien importierten Pilz „Falsches Weißes Stengelbecherchen“ verursacht. Die Wachstumsgeschwindigkeit des Pilzes im Eschentrieb ist stark temperaturabhängig. Der auffällig milde Winter 2013/2014 hat das Wachstum so weit begünstigt, dass an vielen befallenen Trieben Schäden auftreten. Alle Triebe ohne Blätter sind bereits tot, ein zukünftiger Austrieb ist damit ausgeschlossen.

Die städtische Forstverwaltung wird ab KW 44 vor allem im Siebentischwald, aber auch im Haunstetter Wald damit beginnen, Verkehrssicherungshiebe zu führen. Dabei werden entlang der Wege befallene, noch lebensfähige Eschen gepflegt und tote Bäume entfernt.

Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ab sofort Fällmassnahmen im Lechauwald aus Verkehrssicherungsgründen stattfinden müssen. Waldbesucher sollen sich bitte weit von den Fällorten und Forstmaschinen fern halten und die Anweisungen des Forstpersonals beachten. (Quelle: augsburg.de)