Geruchsmittel im Erdgas für neun Tage verdoppelt

Stadtwerke helfen beim Aufspüren von undichten Stellen im Haus

Um es Hauseigentümern zu erleichtern, kleinen undichten Stellen ihrer Gas-Hausinstallation auf die Spur zu kommen, erhöhen die Stadtwerke Augsburg (swa) von Sonntagabend, 7. Dezember 2014 bis Montagfrüh, 15. Dezember 2014 für eine Woche die Konzentration des Geruchsmittels im Erdgas. Durch diese so genannte „Stoßodorierung“ steigen auch winzige Mengen Gas unangenehm in die Nase.

Damit geben die Stadtwerke eine wichtige Hilfestellung für Hauseigentümer, die innerhalb des Hauses für die Sicherheit der Leitungen verantwortlich sind. Kleinste Mengen ausströmenden Erdgases, etwa im Keller, sind nicht gefährlich. Dennoch sollte die Ursache beseitigt werden. Damit auch minimale Mengen gerochen werden können, setzen die Stadtwerke eine Woche lang etwa das Doppelte der regulären Menge an Gaswarnstoff dem Erdgas zu. Auch wer bis dahin den typischen Gas-Geruch noch nicht kennt, merkt beim Erschnuppern des eigentümlichen Aromas sofort, dass es sich um Gas handeln muss.

Der Gaswarnstoff wird an den Einspeisestellen der Stadtwerke in Kissing und im Augsburger Gaswerk dem ansonsten geruchlosen Erdgas beigemischt. Seit einigen Jahren geben die Stadtwerke den Geruchsstoff „S-Free“ dem Gas zu. Im Vergleich zum früher verwendeten Geruchsmittel, ist „S-Free“ schwefelfrei. Das schont die Umwelt. Damit werden bei der Verbrennung des Gases in Haushalten, Kraftwerken oder Fahrzeugen dreieinhalb Tonnen Schwefel oder sieben Tonnen Schwefeldioxid pro Jahr eingespart.

Wird Gasgeruch festgestellt, soll die Leitstelle der Stadtwerke, Telefon 0821 / 6500-5500 (Anrufe werden zu Protokollzwecken aufgezeichnet) verständigt werden. Oder man wendet sich an einen Installationsbetrieb.