Haunstetter Geschichte mit Straßennamen erklärt

Straßenplan der Gemeinde Haunstetten_1938241 Straßen, Wege und Plätze von Haunstetten tragen einen amtlichen Namen. Jenseits der praktischen Aspekte der Adressierung und Orientierungshilfe steckt in diesen Bezeichnungen oft Ortsgeschichte. Damit beschäftigten sich Wilfried Matzke und Anette Mayer, Amtsleiter bzw. Kundenservice-Leiterin des städtischen Geodatenamtes. So ging es bei dem Kulturkreis-Vortrag im Ruhesitz Wetterstein auch um die Straßenumbenennungen nach der Haunstetter Eingemeindung 1972 und im Dritten Reich. Haunstetten widmete, wie es von den deutschen Gemeinden erwartet worden war, ihre bedeutendste Verkehrsfläche dem „Führer“. So machte man von 1933 bis 1945 aus der „Hauptstraße“ die „Adolf-Hitler-Straße“. Im Jahr 1956 mussten die Anwohner der „Hauptstraße“ noch einmal ihre Anschrift ändern. Xaver Widmeier, der wie kein anderer Bürgermeister den Ort geprägt hatte, sollte gewürdigt werden. Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Straßenplan der Gemeinde Haunstetten von 1938. Auf dem Kartenwerk, wo Norden unten ist, findet man neben der „Adolf-Hitler-Straße“ (heute: „Bürgermeister-Widmeier-Straße“), die „Hindenburgstraße“ (heute: „Königsbrunner Straße“) und die „Ritter-von-Epp-Straße“ (heute: „Kopernikusstraße“). (Wilfried Matzke)

Bild (vom Geodatenamt der Stadt Augsburg): Ausschnitt aus dem Straßenplan der Gemeinde Haunstetten von 1938