Jugendtheatergruppe Pausenkekse begeistern mit erstem selbstgeschriebenen Stück

Bild: Wolfgang Ullmann;  Die Pausenkekse auf Pilatus' Spuren

Bild: Wolfgang Ullmann;
Die Pausenkekse auf Pilatus‘ Spuren

Bibel ist langweilig? Von wegen. Kirche ist unmodern? Auf keinen Fall. Die Jugendtheatergruppe „Pausenkekse“ der Pfarreiengemeinschaft St. Albert – St. Georg in Haunstetten macht es vor: Aus einem scheinbar in all seinen Facetten bekannten Text um den römischen Statthalter Pontius Pilatus gestalteten sie am Samstag, den 28. März 2015 in monatelanger Eigenregie ein abendfüllendes Theaterstück, das Humor mit Nachdenklichkeit und Arglosigkeit mit Gesellschaftskritik verband. Auf diese Weise entführten sie den angestaubten Richter Jesu in unsere Zeit. Hintergründig und pointiert führten sie den ungefähr 80 Zuschauern im Pfarrheim von St. Albert vor Augen, wie selbst der Gerechteste einen Unschuldigen verurteilt, umgeworfen durch die Wogen des Mainstreams und der öffentlichen Meinung. Wie leicht diese durch gekonnte Propaganda skrupelloser Lobbyisten zu lenken ist, brachten die Jungschauspieler in ihrem anspruchsvollen und brillant aufgebauten Stück auf die Bühne, unter dem Titel: Schuldig werden – ein Prozess.

Bild: Wolfgang Ullmann; Die Theatergruppe erhält tosenden Beifall von ihrem Publikum im Pfarrheim von St. Albert

Bild: Wolfgang Ullmann; Die Theatergruppe erhält tosenden Beifall von ihrem Publikum im Pfarrheim von St. Albert

Doch wer sind die Pausenkekse? Was als eine kleine Truppe begann, die bei Aktionen, wie etwa den ökumenischen Kinderbibelwochen in Haunstetten, Kindern die biblische Thematik nahe brachte, ist inzwischen den Kinderschuhen entschlüpft. Zu der Theatergruppe gehören inzwischen ca. ein Dutzend Jugendlicher zwischen 15 und 19 Jahren an. Unter der Leitung der Pastoralreferentin Dr. Susanne Gäßler begeistern sie seit einigen Jahren die Bühnen der Pfarreiengemeinschaft und beweisen, wie jung und modern Kirche doch sein kann. Dekan Markus Mikus bedankte sich nach dem langanhaltenden Beifall bei der gesamten Gruppe und ließ sichtbar erkennen, wie stolz er darüber ist, dass diese Jugendlichen mit ihrem großen Engagement die Pfarreiengemeinschaft überaus bereichern. (Florian Walter)