Mietspiegel 2017: Stadt erinnert Haushalte der „Stichprobe“ an laufende Haushaltsbefragung

Derzeit findet bei 10.000 Haushalten in Augsburg die Haushaltsbefragung für den ersten Augsburger Mietspiegel statt. Die Haushalte wurden im Vorfeld bei einer Stichprobe nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Bis Mitte März suchen die vom EMA-Institut beauftragten Interviewer die Haushalte – Wohnungseigentümer, Vermieter und Mieter – auf und befragen sie schriftlich. Dazu wurden die Haushalte angeschrieben und um ihre Mitwirkung gebeten. Die Befragung läuft seit Dezember 2016. Weil zwischen der Bitte um Teilnahme an der Befragung und der Interview-Runde Weihnachtsfeiertage und Neujahr lagen, erinnert die Stadt jetzt noch einmal an die laufende Befragung zum Mietspiegel und bittet nochmals darum, daran teilzunehmen.

„Das Mitwirken an der Befragung ist freiwillig, doch für die Aussagekraft des Mietspiegels ist jede Auskunft wichtig. Vergleichbarkeit und Übersichtlichkeit auf dem Wohnungsmarkt ist ein Grundstein zu mehr Fairness in der Stadt. Sie hilft allen, die in Augsburg leben“, betont Bürgermeister und Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer. Die Stadt Augsburg betont, dass die Datenerhebung einmalig und unter Beachtung des Bayerischen Datenschutzgesetzes stattfindet. Erfasst werden im Rahmen der Befragung Angaben der Mieter und Vermieter (Straßenname, Hausnummer), zu Mietverhältnis, Mietvertrag, Mietzahlung, zu Art, Ausstattung, Beschaffenheit und Größe der Wohnung, zur Lage der Wohnung. Der Mietspiegel wird nach wissenschaftlichen Kriterien erstellt und ist eine Maßnahme zur Regulierung des angespannten Augsburger Wohnungsmarktes. Mit seiner Hilfe wird die so genannte ortsübliche Miete definiert. Damit soll bei Mieterhöhungen und Neuvermietungen die Einhaltung gesetzlicher Bestimmunen sichergestellt und gesetzeswidrige Mietpreiserhöhungen („Mietwucher“) vermieden werden.

Auch die Bestimmungen der Mietpreisbremse bei Mieterhöhungen und Neuvermietungen, die seit 1. August 2015 in Augsburg gelten, nehmen Beug auf die ortsübliche Miete. Diese ist bislang nicht wirksam definiert. Parallel zum Mietspiegel wird auch der periodisch aufzustellende grundsicherungsrelevante Mietspiegel erneuert. Dieser dient dazu, die angemessenen Kosten der Unterkunft zu ermitteln, für deren Bewilligung die Stadt Augsburg als örtlicher Träger der Sozialhilfe zuständig ist. Empfänger von Leistungen nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende) und SGB XII (Sozialhilfe) sind darauf angewiesen, dass die Kosten der Unterkunft regelmäßig an die Gegebenheiten auf dem Wohnungsmarkt angeglichen werden. Mit der gleichzeitigen Datenerhebung für beide Mietspiegel-Arten werden Kosten eingespart und der Aufwand reduziert. (Quelle: www.augsburg.de)