Bayernligamänner des TSV Haunstetten erwischen einen Sahnetag

TSV-Hanball-logoAuswärtscoup in Bayreuth
Die Bayernligamänner des TSV Haunstetten erwischen einen Sahnetag und gewinnen mit 34:24 (13:10) beim Angstgegner Haspo Bayreuth.

Haunstettens Niederlagenserie in Bayreuth hielt schon so lange an, dass selbst die arrivierten Akteure nicht sicher waren, ob sie jemals zuvor etwas Zählbares aus Bayreuth entführen konnten. Doch diese Serie ist nun zu Ende; am vergangenen Samstag fertigten die Augsburger den Gastgeber in dessen eigener Halle nach allen Regeln der Kunst ab.

Haunstetten begann das Spiel gewohnt stark. Nach 5 Minuten hatte man sich bereits auf 5:1 abgesetzt und das Spiel absolut unter Kontrolle. Gestützt auf eine bärenstarke Abwehr mit einem, an diesem Tag übermächtigen Daniel Fischer im Tor konnte man einen Konter nach dem anderen erfolgreich abschließen. Doch Bayreuth wäre keine Spitzenmannschaft der Bayernliga, könnten sie sich nicht aus solchen Situationen befreien. Die Haspo steigerte sich in der Folge merklich und glich in der 20. Spielminute aus. Die letzten 10 Minuten in Halbzeit eine gehörte aber wieder den Gästen. Alex Horner schaltete jetzt einen Gang höher und brachte sein Team bis zur Pause wieder mit 3 Toren in Führung. Beim Stand von 13:10 aus Haunstetter Sicht wechselte man die Seiten.

Viel gab es in der Pause für das Trainergespann Rothfischer/Ebert nicht zu bemängeln. Umso mehr Wert legte man darauf die Mannschaft daran zu erinnern nicht nachzulassen. Schlechtere Phasen, wie sie in den vergangenen Wochen leider immer wieder vorkamen, konnte man sich gegen diesen Gegner nicht leisten. Doch die schlechte Phase hatten dieses Mal nicht die Augsburger, sondern der Gastgeber aus Bayreuth. Defensiv konnte man sich weiterhin auf Keeper Fischer verlassen und im Angriff gelang nun einfach alles. Bayreuth versuchte mit einer offensiven Abwehrformation schnelle Ballgewinne zu erzeugen, doch Haunstetten war an diesem Tag einfach immer einen Schritt voraus. Mit cleverem Laufspiel nahm man die Abwehr der Haspo nun vollkommen auseinander. Spätestens beim Stand von 29:17 in Minute 51 war das Spiel gelaufen. Bayreuth konnte zwar in der Folge noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, doch am Ende reichte es für den TSVH dennoch zu einem unerwarteten, aber auch in der Höhe absolut verdienten 34:24 Auswärtssieg.

Entsprechend euphorisch ging es nach dem Spiel auf der Heimfahrt zu und Kreisläufer Elsinger fasste das Spiel wie folgt in Worte: „Das war mit Abstand unsere beste Saisonleitung. Das Spiel heute hat mal wieder gezeigt wie wichtig eine gute Abwehrleistung ist. Defensiv haben wir über 60 Minuten stark gearbeitet und konnten somit in der Offensive befreit aufspielen. Dass es dann so gut läuft kommt zwar auch nicht jeden Tag vor, zeigt aber was wir im Angriff für ein wahnsinniges Potential haben.“ Stefan Ebert, der seit drei Wochen das bisherige Trainergespann mit seiner Erfahrung unterstützt, fand zwar ebenso nur lobende Worte für die Leistung der Mannschaft, mahnte aber gleichzeitig den Sieg richtig einzuordnen: „Was die Mannschaft heute gezeigt hat, war absolut sensationell. Wir haben jetzt drei Spiele in Folge gewonnen und einen kleinen Lauf. Es gibt aber überhaupt keinen Grund abzuheben. Wir spielen noch immer gegen den Abstieg, auch wenn wir uns jetzt erstmal von ganz unten entfernt haben. Nächste Woche empfangen wir mit der DjK Waldbüttelbrunn die nächste Spitzenmannschaft der Liga. Wenn wir da Punkte holen wollen, müssen wir die Woche wieder nutzen und uns intensiv auf den Gegner vorbereiten und dann am kommenden Samstag wieder alles in die Waagschale werfen.“

Am kommenden Samstag empfängt die Mannschaft den aktuellen Tabellenzweiten um 18 Uhr in der Albert-Loderer-Halle. Will die Mannschaft Ihre Siegesfeierlichkeiten auch dann fortsetzen, braucht es eine ähnlich fantastische Leistung wie in Bayreuth und ein Publikum, das die Mannschaft nach vorne peitscht.

TSV: Fischer, Rothfischer (Tor); Schnitzlein (6); Horner A. (6/2); Smotzek (5); Elsinger, Wiesner (je 4); Schaudt, Tischinger (je 3); Horner M., Manz, Müller (je 1); Link