Fast der nächste Handballcoup

TSV-Hanball-logoNach dem überraschenden Derbysieg gegen den TSV Friedberg fehlen dem TSV Haunstetten nur wenige Minuten zur Sensation gegen Tabellenführer HSC Coburg II. Am Ende trennen sich beide Mannschaften 27:27 (14:16) unentschieden.

Haunstettens Bayernligamänner mussten diesmal ohne Jan Spremann und Johannes Wiesner auskommen, dafür stieß Sebastian Smotzek wieder zur Mannschaft und aus der 2. Mannschaft halfen Fabian Link und Florian Gaedt aus.

Die Gastgeber starteten sehr konzentriert. Vor allem im Angriff fand man immer wieder den freien Mitspieler und nutzte seine Chancen sehr konsequent. Allerdings hatte man in der Abwehr immer wieder das Nachsehen. So gestaltete sich die erste Halbzeit durchwegs ausgeglichen mit leichten Vorteilen für die Augsburger. Der in dieser Saison so souveräne Tabellenführer aus Coburg konnte erst kurz vor der Halbzeit das erste Mal in Führung gehen. So wechselte man beim Stand von 14:16 die Seiten.

Haunstettens Trainer Rothfischer forderte seine Spieler in der Halbzeit auf in der Abwehr ein wenig konsequenter zu agieren und sich von dem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Und so erwischte der Gastgeber abermals den besseren Start und konnte durch 2 schnelle Treffer ausgleichen. Bis hinein in die Schlussminuten blieb das Spiel durchwegs ausgeglichen mit wechselnder Führung. Erst beim Stand von 26:24 konnte sich Haunstetten das erste Mal im 2. Durchgang ein klein wenig absetzen und verteidigte den Vorsprung bis in die 58. Minute. Vor allem die Abwehr zeichnete sich nun ein ums andere Mal aus. Gleich zweimal zwang man den Gast aus Coburg zu Ballverlusten. Allerdings landete der Ball aus dem Getümmel heraus zweimal unglücklich wieder in den Händen des Tabellenführers. Anstatt sich auf 3 Tore vorentscheidend absetzen zu können, stellte Coburg den Anschluss her. Haunstetten scheiterte im eigenen Angriff und Coburg glich 30 Sekunden vor dem Ende aus. Der TSV hatte zwar noch einmal Ballbesitz, konnte aber keinen Treffer mehr erzielen. So stand am Ende ein gerechtes Unentschieden auf der Anzeigetafel.

„Jetzt so direkt nach dem Spiel fühlt sich das Unentschieden natürlich erstmal wie eine Niederlage an. Wenn du dir so einen Vorsprung kurz vor dem Ende noch nehmen lässt, ist das enttäuschend. Aber ich bin mir sicher, dass sich diese Gefühle schon morgen ändern werden. Coburg spielt eine überragende Saison und steht quasi als Aufsteiger fest. Sie haben eine unfassbar erfahrene und spielstarke Mannschaft gegen die du nur Punkte holen kannst, wenn du dir keine einzige Schwächephase leistest. Und das haben wir heute größtenteils geschafft. Wir hatten die Spitzenmannschaft der Liga kurz vor der Niederlage und haben uns den Punkt daher mehr als verdient,“ äußerte sich Rothfischer nach dem Spiel und fuhr fort: „Wir haben jetzt gegen die beiden Spitzenmannschaften der Liga (Anm.d.Red.: Coburg und Friedberg) 3 von 4 möglichen Punkten geholt. Ich denke damit haben noch vor 2 Wochen nur die größten Optimisten gerechnet. Neben der Tatsache, dass wir jeden einzelnen dieser Punkte dringend gebrauchen können, haben wir bewiesen, dass wir mit jeder Mannschaft mithalten können. Dieses positive Gefühl müssen wir jetzt mit in die Schlussphase der Saison nehmen. Die nächsten Spiele werden darüber entscheiden, ob wir uns nochmal mit dem Thema Abstieg beschäftigen müssen oder nicht. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, denn sie hat sich für den hohen Aufwand der letzten Wochen belohnt.“

Nach Ostern reisen die Bayernligamänner dann nach Unterhaching, die momentan den 11. Rang belegen. Eben dieser Platz kann am Ende der erste Abstiegsrang sein. Daher sollte man unbedingt auch dort punkten, um zu vermeiden, dass Unterhaching das Polster von 3 Punkten verkleinern kann. Eine zusätzliche Motivation für das Team um Kapitän Fischer sollten die beiden herben Pleiten diese Saison sein. So musste man sich sowohl im Hinspiel als auch im Pokal den Hachingern zweimal hoch geschlagen geben. (BSZ)

TSV: Fischer, Rothfischer (Tor); Horner (7/1); Schaudt, Elsinger (5); Zimmerly (4); Smotzek (3); Schnitzlein (2); Albrecht (1); Volmering, Gaedt, D. Link, F. Link