Handball Damen jubel trotz Niederlage

TSV Haunstetten - Neckarsulmer SU, Handball, 2. Bundesliga, Frauen(hv). Das historische erste Auswärtsspiel beim Zweitliga-Dino BSV Sachsen Zwickau endete für die Handballerinnen des TSV Haunstetten zwar mit einer zu erwartenden 24:27 (13:19)-Niederlage, durch ein gleichzeitiges 23:31 des SV Allensbach in Halle können sich die Rot-Weißen dennoch auf ein weiteres Jahr in der 2.Bundesliga freuen. Ebenso erbaulich war die Leistung der Mannschaft von Herbert Vornehm in der zweiten Spielhälfte, als man den Aufstiegsaspiranten tatsächlich noch in arge Schwierigkeiten bringen konnte.

Die Zwickauer zeigten von Beginn an enormes Engagement, kein Wunder, da sie sich bis Saisonende noch ein heißes Rennen mit Borussia Dortmund um den zweiten Aufstiegsplatz liefern werden. Haunstetten agierte zunächst wenig entschlossen und musste gleich mehrere der gefürchteten Steilangriffe der Hausherren hinnehmen. Nach der ersten Auszeit von Trainer Vornehm beim 4:9 (11.Minute) lief es bei seinen Schützlingen zwar schrittweise besser, allerdings zeigte sich bereits zu diesem Zeitpunkt der Grund für den vermeintlichen Ausschlag zugunsten der Sachsen: immer wieder ließ man sehr gute Einwurfmöglichkeiten liegen und gestattete auf der anderen Seite dem BSV leichte Torerfolge. Beim 13:19 zur Pause waren die fast 700 Besucher, soweit als Anhänger des eigenen Teams, schon komplett aus dem Häuschen, aber Haunstetten kam zurück: nach 45 Minuten war man dank einer phänomenalen Defensivleistung beim 20:22 drauf und dran der Partie die Wende zu verpassen und hatte auch den psychologischen Vorteil bis zum 23:25 (56.). Den eigentlich hoch verdienten Punktgewinn gab man in der Schlussphase dann doch noch aus der Hand, als zwei Siebenmeter und drei weitere klare Chancen nicht den Weg ins Ziel fanden. Coach Vornehm war dennoch sehr zufrieden: „Wir haben gegen ein Spitzenteam wieder ausgezeichnet mitgehalten. Wenn wir in den entscheidenden Phasen noch etwas cleverer werden können, kann man der nächsten Saison mit viel Optimismus entgegen sehen. Jetzt freuen wir uns erst einmal über den Klassenerhalt und wollen die beiden letzten Spiele noch erfolgreich gestalten.“

TSV: Müller, Wengenmeir (Tor); Schmid (7/5), Duschner (6), Horner (3), Drasovean, Bohnet, Hochmair (je 2), Kurstedt L., Kurstedt A. (je 1), Niebert, Frank, Cappek, Irmler