Handballerinnen gewinnen Abstiegsduell in Zwickau

TSV-Hanball-logoHaunstetten behält die Nerven

(hv). Die Zweitliga-Frauen des TSV Haunstetten haben ihren letzten Strohhalm gepackt: mit einem famosen 30:24 (14:13)-Auswärtssieg im Abstiegskracher beim BSV Sachsen Zwickau haben die Rot-Weißen die Entscheidung auf den letzten Spieltag verschoben.
Ausgerechnet in dieser hochbrisanten Partie lieferte der TSV eine seiner besten Saisonleistungen ab und brachte damit die Ostdeutschen selbst noch in arge Bedrängnis. Im Zwickauer Hexenkessel vor 700 Zuschauern dominierte Haunstetten schon den ersten Durchgang und zeigte sowohl in Defensive als auch in Offensive eine hochkonzentrierte Vorstellung. Beim 11:7 nach zwanzig Minuten verließ Zwickaus Top-Torjägerin Odrowska schon entnervt das Feld, da sie überhaupt kein Mittel fand die TSV-Abwehr zu überwinden.

Fatalerweise wurde genau in dieser Phase Saskia Putzke, die bis dato eine tolle Leistung bot, nach einer härteren Attacke sofort mit Rot bestraft, was den Gastgebern kurze Zeit frischen Wind verschaffte. Sofort war das Publikum zur Stelle und peitsche die Ihrigen an. Der 14:13-Halbzeitstand versprach somit auch viel Spannung für den zweiten Durchgang, und dieser sollte es auch in sich haben. Zwickau kam mit Vehemenz aus der Kabine, rannte sich aber immer wieder fest, so dass Haunstetten trotz zahlreicher Unterzahlsituationen nie in die Gefahr des Ausgleichstreffers kam. Torhüterin Sabrina Müller tat das Übrige dazu und ihre Mitstreiter waren beim 20:15 (39. Minute) und 25:19 (48.) auf dem besten Weg zur Überraschung. Selbst die letzte kritische Annäherung zum 25:22 wurde gekonnt überstanden und in den Schlussminuten sogar noch deutlich kompensiert. Trainer Vornehm hatte im Anschluss verständlicherweise nur lobende Worte parat: „Höchsten Respekt vor der nervenstarken Vorstellung. Dieser Auftritt hat einmal mehr gezeigt, dass wir absolut ligatauglich sein können.“ Der Dreikampf mit Zwickau, Haunstetten und Herrenberg um den dritten Absteiger entscheidet sich somit erst am Samstagabend und für die Rot-Weißen könnte sich im Heimspiel gegen den TuS Lintfort der Bundesliga-Kreis schließen.

TSV: Müller, Frey (Tor); Schmid (9/7), Irmler, Duschner (je 5), Putzke, Horner (je 3), Toth (2), Drasovean, Hochmair, Cappek (je 1), Knöpfle, Jung