Handballfieber in Haunstetten

TSV Haunstetten - Neckarsulmer SU, Handball, 2. Bundesliga, Frau

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TSV startet mit Heimspielen in die neue Saison – Pokalkracher im Oktober

(hv). Samstagabend (12.09.2015) ab 18 Uhr ist es wieder so weit: Die Albert-Loderer-Halle des TSV Haunstetten steht hier nach viermonatiger Pause ganz im Zeichen des Handballsports und sowohl die Frauen in der 2.Bundesliga (18.00 Uhr gegen die SG Kirchhof) als auch die Bayernliga-Männer (20.00 Uhr gegen die TG Landshut) erwarten dabei gleich zum Auftakt ziemlich knifflige Aufgaben.
Gleich zu Beginn steht der Truppe von Herbert Vornehm mit dem Team aus Hessen eine Mannschaft auf dem Plan, die man heuer sehr ernst nehmen sollte. Mit zahlreichen Jahren Erfahrung in der 2. Liga haben die Gäste dem TSV einiges voraus und konnten nach dem unglücklichen Abstieg 2014 dies mit der souveränen Meisterschaft in der 3. Liga West gleich ein Jahr später wieder korrigieren. Coach Vornehm appelliert nicht nur deshalb an geduldiges Auftreten seiner Schützlinge: „Wir dürfen auf keinen Fall übersteuern und glauben irgendeine Lösung innerhalb kürzester Zeit zu finden. Da ist die routinierte Kirchhofer Mannschaft auf alle Fälle besser.“ Seit dem Sommer ist bei den Hessen der französische Weltklassespieler Christian Caillat am Ruder und hat neben seiner Stammbesetzung mit der Ungarin Izabella Nagy auch gleich eine neue Waffe für den Rückraum gewinnen können. Für Haunstettens Ehrfahrenste Annika Schmid liegt der Schlüssel für ein erfolgreiches Auftreten auf der Hand: „Wir müssen wie immer den Teamspirit abrufen, nur dann können wir etwas bewegen.“
Punktspiel-Premiere feiert im Anschluss Michael Rothfischer mit seinen Mannen und will dabei an die guten Leistungen in Vorbereitung und Pokal anknüpfen: „Es war alles recht schön, aber zählen können wir es erst ab jetzt.“ Vor allen Dingen der Pokalauftritt gegen Ligakonkurrent Friedberg (31:22) spült den TSV gegen die Landshuter in die leise Favoritenrolle. Diese mussten nach Ende der Saison ihren langjährigen Cheftrainer Böhner ersetzen, in der Bayernliga eine der auffälligsten Protagonisten, wenn auch manchmal mit grenzwertigen Bandagen. Neuer Mann an der Bank ist jetzt Milan Sedivec, der in seiner aktiven Zeit als grandioser Spielgestalter fungierte und in mehreren bayerischen Vereinen bis zur 2.Liga Ausrufezeichen setzte. TSV-Regisseur Alexander Horner legt auf einen erfolgreichen Auftakt großen Wert: „Wir müssen auf alle Fälle einen Fehlstart wie letzte Saison verhindern, damit wir nicht nach drei Spieltagen schon wieder unsere Ziele neu justieren müssen.“
Für den Handballabend gilt erneut das Motto „Zahl eins – schau zwei“, denn wer sich eine Karte für das Bundesliga-Frauenspiel ergattert hat, bekommt freien Eintritt bei den Männern.

Der Meister kommt
Ein Highlight der besonderen Art erwartet die Frauen in ihre 2. Pokalrunde am 3. Oktober. Nach dem Auftaktsieg in Kappelwindeck wurde den Rot-Weißen jetzt der amtierende Deutsche Meister Thüringer HC zugelost. Die Erfurterinnen sind die dominierende Mannschaft der letzten Jahre und gelten praktisch als FC Bayern der 1.Liga. Zudem gibt es hier ein Wiedersehen mit ihren beiden Augsburger Trainer Herbert und Helfried Müller (früher DJK Hochzoll), auf das sich auch Haunstettens Coach Vornehm schon freut: „Das letzte mal, als wir im Wettkampf aufeinander getroffen sind, war 1991, also wird es jetzt langsam mal Zeit.“ Damals hat übrigens der FC Homburg die Bayern in der 2. Runde mit 4:2 n.V. aus dem Pokal geworfen.