Haunstetten erwartet die Profi-Truppe aus Zwickau

(hv). Im bereits sechsten Heimspiel der 2.Frauen-Bundesliga steht für die Handballerinnen des TSV Haunstetten erstmals eine komplett gegensätzliche Konstellation in der Albert-Loderer-Halle an: Wenn man am 6.12.2014 um 18 Uhr auf den BSV Sachsen Zwickau trifft, heißt es dabei nämlich Vollblut-Amateure gegen Profis.

Sage und schreibe sechs Internationale befinden sich in den Reihen der Sachsen, die mit Spielerinnen aus Rumänien, Tschechien, Litauen, der Slowakei und Kroatien eine kleine Europa-Auswahl ins Rennen schicken, und damit selbstredend zum Kreis der drei absoluten Topfavoriten der Liga zählen. Vergleichbar bescheiden scheinen dagegen die Möglichkeiten des TSV, der immer noch mit einem Kader bestehend aus Dreiviertel Eigengewächsen aufläuft. Für Haunstettens Trainer Vornehm weist die Aufgabe Parallelen zu den Anfängen in der 3.Liga Süd auf, als man im September 2011 zum ersten mal auf den SV Allensbach mit seiner großartigen Tradition und über zwanzig Jahren Zweitligazugehörigkeit traf: „Das ist immer ein besonderes Gefühl. Aber wir dürfen nicht vor Ehrfurcht erstarren. Ein bisschen Handballspielen können wir auch.“ Nach zwei nicht unbedingt erwarteten Niederlagen in den Spitzenduellen sind die Sachsen bereits im Zugzwang und jeder Ausrutscher hätte fatale Folgen. „Am Einsatz wird es nicht liegen, und ansonsten müssen wir einfach wieder an uns glauben und nicht bloß hoffen,“ sagt die zuletzt bärenstarke TSV-Kreisspielerin Laura Frank.

Zahl eins – schau zwei

Für den letzten Doppelspieltag gibt es für die Anhänger des TSV ein spezielles Nikolausgeschenk: Wer nämlich die Partie der Bundesligafrauen besucht, hat im Anschluss freien Eintritt zum Spiel der Bayernliga-Männer gegen die DJK Rimpar II (20 Uhr). Udo Mesch hat hier mit seinem Team gegen die Zweitliga-Reserve aus Unterfranken die Gelegenheit im direkten Duell die Spitze der Verfolgerränge zu erklimmen und sich für längere Zeit komplett aus den Abstiegsrängen verabschieden. Nach zuletzt vier Siegen in Serie ist auf Haunstetter Seite wieder Zuversicht eingekehrt, wenngleich man die Auseinandersetzung mit den Nordbayern keineswegs auf die leichte Schulter nehmen will: „Wir haben an Stabilität dazu gewonnen, auch weil sich unsere Personalsituation wieder leicht entspannt hat. Das nötige Engagement ist allerdings immer obligatorisch,“ fordert der Trainer. (handball-in-augsburg.de)