Haunstetten legt in Lintfort den Schalter um Erster Sieg nach vier Niederlagen

TSV-Hanball-logo(hv). Die Rückkehr an die Stätte des Aufstiegs-Triumphs vor drei Jahren gestaltete sich für die Handballerinnen des TSV Haunstetten überaus erfreulich: Dank einer stark verbesserten Leistung sicherten sich die Rot-Weißen mit 27:23 (15:9) zwei enorm wichtige Zähler und konnten damit zum Abschluss der Vorrunde ihre Niederlagen-Serie stoppen.
Vor der Partie wurde der TSV-Tross samt Anhängern zunächst überaus herzlich in Empfang genommen, zumal sich auf beiden Seiten noch etliche Protagonisten des Finalspiels von 2014 tummeln. Ab Anpfiff war allerdings Schluss mit der Herzlichkeit und beiden Mannschaften merkte man von Beginn an ihre Entschlossenheit an. Lintfort war nach vier Siegen in Serie mit viel Selbstvertrauen ausgestattet und lag auch schnell mit 2:1 in Front (3.Minute). Dass dies jedoch die einzige Führung der Gastgeber werden sollte, konnte sich wohl keiner der Beteiligten so richtig vorstellen. Der TSV überzeugte in Folge endlich einmal wieder in der Defensive und ließ den Hauptwerferinnen des TuS nur wenig Spielraum. Dies ergab auch den entscheidenden Impuls für die Offensive und plötzlich war man noch vor der Pause mit 13:8 enteilt. Coach Vornehm appellierte in seiner Halbzeitansprache an die gezeigte Leistung anzuknüpfen und vor allen Dingen Ruhe zu bewahren. Dies war auch dringend nötig, da die Rheinländer nach Wiederanpfiff noch einen Gang zulegten und noch vehementer in den Haunstetter Abwehrblock stießen. Dieser hielt aber weitgehend stand, und weil sich die TSV-Schützen vorn erfreulich wenig Fehlwürfe leisteten, konnten gefährliche Annäherungen auch in der Endphase vermieden werden. Trainer Vornehm fiel ein Stein vom Herzen: „Das war fast schon überlebenswichtig. Jetzt stellt man sich nur die Frage, warum wir nicht regelmäßig so auftreten können. In der Vorrunde hatten wir mindestens vier vergleichbare Gegner und brachten dabei keinen Fuß auf den Boden.“ Für TSV–Urgestein Sabrina Duschner, die auf dem Hinweg am Freitag ihren 30.Geburtstag feiern durfte, war der Sieg wohl das schönste Geschenk: „Ein bisschen haben die Mädels auch für mich gespielt, und das freut mich am meisten.“
TSV: Müller, Frey (Tor); Schmid (9/6), Irmler (8), Putzke (4), Hochmair, Cappek (je 2), Duschner, Knöpfle (je 1), Toth, Niebert A., Königsmann, Jung