Haunstetter Bayernligamänner zuhause weiter punktlos

TSV-Hanball-logoIn einem packenden Derby bringt der TSV Haunstetten den Favoriten aus Friedberg an den Rand einer Niederlage. Am Ende muss man sich dem Nachbarn aber doch mit 28:26 (12:13) geschlagen geben.

Zu beneiden ist Trainer Michael Rothfischer momentan nicht. Wieder einmal zeigte seine Mannschaft eine ansprechende Leistung, nur um am Ende einmal mehr als Verlierer vom Platz zu gehen. Vor allem in Halbzeit eins zeigten die Augsburger was in ihnen steckt. Friedberg – seines Zeichens Topfavorit auf die Meisterschaft – wusste zunächst überhaupt nicht wie ihnen geschieht. Haunstetten begann die Partie bärenstark und legte vor. 4:0 stand es nach 5 gespielten Minuten und so manch ein Fan rieb sich verwundert die Augen, war es doch der TSVH, der die klar bessere Mannschaft war und den Gegner in Halbzeit eins nach Belieben dominierte. Einziges Manko war wie so oft die Chancenverwertung. Friedberg konnte sich bei seinem Keeper Docampo bedanken, dass der Rückstand zur Halbzeit nicht höher ausfiel.

Doch wie so oft in dieser Saison tat die Halbzeitpause den Gastgebern nicht gut. Friedberg wurde stärker und ging erstmals in Führung. Fortan waren es die Herzogstädter, die den Ton angaben. Doch Haunstetten gab nicht auf und kämpfte sich noch einmal heran. In der 48. Minute war der Ausgleich wieder hergestellt, doch Haunstetten offenbarte in der Schlussphase wieder Mängel in puncto Cleverness und Abgezocktheit. Anstatt das Momentum zu nutzen und weiter seine Stärken auszuspielen, erlaubte man sich Fehler in der Abwehr und lud die sichtbar angezählten Friedberger dazu ein, leichte Tore zu schießen. Diese ließen sich die Geschenke der Gastgeber nicht nehmen, setzten sich wieder ab und retteten den Vorsprung über die Zeit.

„Es ist momentan wirklich frustrierend. Wir machen vieles richtig aber in den entscheidenden Momenten verlieren wir die Kontrolle über das Spiel und den Gegner. Jetzt stehen wir wieder ohne Punkte da und schauen den anderen beim Feiern zu. Wir müssen einfach kaltschnäuziger werden. Wenn du in dieser Liga gewinnen willst, dann darfst du dir halt nicht so viele Fehler im Abschluss erlauben,“ so Alex Horner nach der Partie und fügte hinzu: „Auch wenn es immer schwieriger wird, dürfen wir jetzt nicht den Kopf hängen lassen. Wir haben heute wieder gute Ansätze gezeigt und einer Spitzenmannschaft Paroli geboten. Wir müssen versuchen das Positive aus diesem Spiel mitzunehmen und weiter an uns glauben.“

In der Tat macht vor allem die erste Halbzeit Mut, dass der Knoten bald platzen könnte. Dies wäre auch angesichts der prekären Tabellensituation dringend nötig. Mit nur 2 mageren Punkten befindet sich Haunstetten momentan auf einem Abstiegsplatz. „Noch ist nichts passiert. Die Mannschaften sind noch immer nah beieinander und die Saison ist noch lang. Aber viele Aussetzer dürfen wir uns nicht mehr erlauben. Wir müssen jetzt dringend punkten um den Anschluss an das Mittelfeld nicht zu verlieren,“ so Co-Trainer Zahner. Nächste Woche steht für den TSV das nächste Derby auf dem Programm. Am Samstag gastiert man beim Aufsteiger und Tabellennachbarn aus Günzburg. Die junge Truppe von Coach Hofmeister hat bisher zwar spielerisch durchaus ihre Ligatauglichkeit bewiesen, sich aber ebenso wie der TSV selten für den Aufwand belohnen können. Die Partie verspricht also Spannung und für Haunstetten gilt: „Verlieren verboten“. (Sebastian Smotzek)

TSV: Rothfischer, Fischer (Tor); A.Horner (7); M. Horner (6); Elsinger (4); Tischinger, Schnitzlein, Schaudt (je 2); Wiesner, Smotzek (je 1); Manz (1/1);  Link D., Hütten, Müller