Haunstetter Handballdamen fügen Tabellenvierten erste Heimniederlage zu

TSV-Hanball-logoÜberraschungscoup in der Festung Rödertal

(hv). Die Zweitliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten kommen wieder in Schwung: beim heimstarken HC Rödertal gelang den Rot-Weißen mit einem völlig überraschenden 26:24 (14:12)-Auswärtserfolg ein wahrer Coup.
Zwei Monate musste die Mannschaft von Herbert Vornehm nun schon auf einen Sieg warten, und dass es gerade Osten von Dresden dazu kommen könnte, war im Vorfeld wahrlich nicht anzunehmen. Die Heimbilanz der Sachsen war nämlich bis dato nahezu makellos uns selbst Meister Neckarsulm konnte nur mit höchster Mühe einen Punkt sichern. Die Startphase nach der sechseinhalbstündigen Anreise verlief auch für den TSV erdenklich schlecht, und bis man sich versah, lief man auch schon einem Rückstand hinterher. Die sonst so zuverlässige Haunstetter Defensive erwies sich hier ungewohnt anfällig und wurde vom HC regelmäßig ausgehebelt. Auch das relativ frühe Time-Out von Coach Vornehm (12.Minute) brachte zunächst keine Besserung und Rödertal lag nach einem Spielviertel mit 7:4 oben auf. Die Umstellung auf eine 6:0-Abwehrvariante sollte dann die Wende bringen. Vom 6:9 (21.Minute) bis zum 19:13 (36.) spielten sich die Rot-Weißen in einen wahren Rausch und man fühlte sich zurückversetzt in die phantastische Phase der Vorrunde. Rödertal war hier den Schwaben spielerisch klar unterlegen und meist nur durch Einzelaktionen ihrer Starspielerinnen Marceviciute und Alesiunaite gefährlich. Die letzten zehn Minuten entwickelten sich trotzdem noch zur Nervenschlacht und selbst beim 24:20 (55.) für die Gäste konnte das Geschehen immer noch kippen. Haunstetten behielt allerdings diesmal die Nerven und fuhr beide Zähler gekonnt nach Hause. Frühmorgens um fünf Uhr hatte man die heimischen Gefilde erreicht und Coach Vornehm zog ein zufriedenstellendes Fazit: „Was wir im Mittelteil der Partie geboten haben, war nahezu perfekt. Mit diesem Überraschungssieg kann man auch die weite Heimfahrt besser verkraften.“
TSV: Müller, Frey (Tor); Schmid (8/4), Duschner (6), Horner (5), Hochmair (4), Königsmann (2), Drasovean (1), Bohnet, Cappek, Tischinger, Jung