Haunstetter Handballdamen verlieren den Faden

TSV-Hanball-logoMiserable zweite Hälfte verhindert möglichen Punktgewinn in Herrenberg

(hv). Das ewige Südderby bei der SG Herrenberg endete für die Zweitliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten mit einer herben Enttäuschung: nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten mussten sich die Rot-Weißen am Ende mit einer bitteren 19:27 (9:7)-Niederlage abfinden, die bei Mannschaft und Verantwortlichen viele Rätsel aufwerfen wird.
Der Start in die Partie verlief für den TSV fast nach Wunsch: Herrenberg erzielte zwar schnell den ersten Treffer, biss sich in Folge jedoch immer mehr an der aggressiven und überaus beweglichen Haunstetter Defensive fest. Über 4:2 (8.Minute) hatten die Gäste nach 23 Minuten auf 8:4 gestellt und ließen dabei sogar noch drei klare Möglichkeiten liegen. Herrenberg gelang erst praktisch mit der Halbzeitsirene der hier noch schmeichelhafte 7:9-Anschlußtreffer, verbunden mit einer unnötigen Zeitstrafe für Haunstetten. Sofort nach Wiederanpfiff kam der wahrscheinliche Knackpunkt der Partie: innerhalb von nur zwei Minuten erzielten die Gastgeber drei Treffer in Serie zur 10:9-Führung und provozierten nach dem letzten Haunstetter Ausgleich eine Zweiminutenstrafe gegen Patricia Horner, was im Nachgang von Trainer Vornehm als mit spielentscheidend angesehen wurde: „Eine klare Tätlichkeit wurde hier Übersehen und wir werden auch noch bestraft.“ Herrenberg nutzte in Folge den mentalen Vorteil bis zum 17:11 (43.) und hatte fortan leichtes Spiel, zumal jetzt die TSV-Defensive langsam aber sicher völlig auseinander fiel. Die immer selbstbewusster werdenden Gastgeber marschierten ab sofort fast ohne Gegenwehr durch die Deckung, die zwanzig Minuten lang den Namen nicht mehr verdiente. Beim 26:15 war der Rückstand erstmalig auf elf Treffer angewachsen und die Ergebniskosmetik bis Spielende sorgte nur für wenig Aufheiterung in den Gesichtern der Gästeakteure. Der nächsten Heimpartie am Samstag gegen Trier kommt dadurch enorme Bedeutung zu und Trainer Vornehm fordert schon im Vorfeld von seinen Schützlingen einen besseren Auftritt: „Da muss auf alle Fälle eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen.“
TSV: Müller, Frey (Tor); Horner (7), Schmid (7/3), Duschner (3), Drasovean, Knöpfle (je 1), Bohnet, Königsmann, Hochmair, Cappek, Jung