Haunstetter Handballerinnen müssen nach Allensbach

TSV-Hanball-logoSchlagerspiel gleich zum Auftakt

(hv). Keinerlei Aufwärmphase gibt es für die Handballfrauen des TSV Haunstetten beim Start in die 3. Liga Süd: zum Saisonstart müssen die Rot-Weißen gleich zum SV Allensbach (Samstag, 16.09.2017, 20 Uhr), einem der heißesten Anwärter auf die diesjährige Meisterschaft. Die TSV-Männer beginnen ihre elfte Bayernliga-Runde zur gleichen Zeit beim Aufsteiger TSV Ottobeuren.

Am Bodensee steht dem Frauen-Team von Herbert Vornehm wie immer eine ganz knifflige Geschichte bevor. Die Süd-Württemberger können auf zwei Jahrzehnte Bundesliga-Erfahrung zurückblicken und haben nach dem Abstieg vor zwei Jahren jetzt wieder eine Kombination zur Verfügung, der einiges zuzutrauen ist. Die eigentliche Planung innerhalb der nächsten zwei Jahre den Wiederaufstieg anzupacken wurde mit der Entmachtung von Trainer Claus Ammann vor knapp drei Wochen in der Hinsicht korrigiert, man wolle es gleich heuer probieren und dazu hätte er nicht das richtige Feuer eingebracht. Der TSV gelten dagegen vorerst andere Prämissen: „Wir müssen mit der neuformierten Truppe zunächst einmal den Rhythmus finden. Klar ist die Intensität in der 3.Liga eine andere als in der Zweiten, Geschwindigkeit und Balltechnik dagegen nahezu auf Augenhöhe,“ sagt der Trainer, der dennoch seine Akteure in die Pflicht nimmt: „Alle aus der zweiten Reihe sind ab sofort vorne dabei und können sich nicht mehr hinter Jemandem verstecken.“

„Das ist kein Aufsteiger, sondern ein Verein, der auf jeden Fall in die Liga gehört,“ lautet das Laudatio von Herren-Trainer Michael Rothfischer über den TSV Ottobeuren, der nach drei Jahren Abstinenz heuer wieder die Klingen kreuzt. Obwohl beim schwäbischen Rivalen durchgängig Verstärkung aus dem Ausland aufläuft, gelang den Allgäuern diesmal durch kontinuierliche Aufbauarbeit die Rückkehr. In Haunstetten fiebert man der kommenden Runde mit viel Selbstvertrauen entgegen, zumal die Liga in diesem Jahr ausgeglichener denn je erscheint. Kein Absteiger aus der 3.Liga, alle drei Aufsteiger (Ottobeuren, Rothenburg und Ismaning) keine Neulinge und dazu kein so dominanter Verein wie in den vergangenen Jahren auszumachen: im Vorfeld könnten laut Prognose alle Teilnehmer sowohl in den Aufstieg als auch in den Abstieg involviert werden. Für Rothfischer ist der Saisonstart also demnach wichtiger denn je: „Mit Ottobeuren und eine Woche später gegen Friedberg haben wir ein knackiges Programm. Wenn wir da ordentlich herauskommen, ist alles möglich.“