Schweres Programm für die Handball-Teams

TSV-Hanball-logoHaunstetten auf dem Prüfstand

(hv). Wahrlich nicht leicht sind die Aufgaben für die Handball-Teams des TSV Haunstetten am Samstagabend: die Frauen müssen dabei im Zweitliga-Südderby zur TG Nürtingen (19.30 Uhr) und eineinhalb Stunden zuvor haben sich die Männer beim wiedererstarkten SV Anzing zu beweisen (18 Uhr).
Auf alte Bekannte trifft das Team von Herbert Vornehm im Stuttgarter Raum, da man bereits in drei Drittligazeiten die Klingen kreuzte und zahlreiche Akteure auf beiden Seiten immer noch das jeweilige Spiel prägen. Auf Nürtinger Seite ist dabei natürlich besonders Goalgetterin Verena Breidert hervorzuheben, die bei derzeit 195 Treffern die Torjägerliste der Liga mit weitem Vorsprung anführt. Die ehemalige Erstliga-Spielerin ist eine der Hauptgaranten der Nürtinger Erfolgsgeschichte, welche vergleichbare Strukturen wie in Haunstetten aufweist. Coach Vornehm warnt jedoch davor sich auf einen Akteur zu fokussieren: „Das gesamte Nürtinger Team hat deutliche Fortschritte gemacht, was man nicht zuletzt am Heimsieg gegen den Favoriten Halle-Neustadt zu sehen bekam.“ Haunstetten plagen weiter Personalsorgen und nach der Mittelfinger-Luxation von Annika Schmid im Spiel gegen Neckarsulm scheint jetzt auch deren Einsatz mehr als fraglich. „Wir wollen uns auf alle Fälle wehren und mit maximalem Einsatz das Beste herausholen,“ verspricht Spielgestalterin Patricia Horner.
Eine vergleichbar hohe Hürde steht auch den Männern bei den Anziger „Löwen“ bevor: die Münchner Vorstädter sind heuer weit entfernt von ihrem Absteiger-Image der Vorsaison und in ihrer nagelneuen Vereinshalle eine Macht. Durchschnittlich 400 frenetische Anhänger verfolgen die Darbietungen des Teams um Startrainer Hubert Müller, und nicht selten strauchelten die vermeintlichen Favoriten in der Löwen-Höhle. Als solch einer sieht sich Haunstettens Coach Michael Rothfischer zur Zeit bei weitem nicht: „Wir müssen zusehen, dass wir endlich wieder an unser normales Leistungsvermögen kommen.“ Die zwei Niederlagen gegen Waldbüttelbrunn und in Landshut warfen auf TSV-Seite viele Fragezeichen auf, auch weil dabei die unterschiedlichsten Ursachen zu Tage traten: haperte es gegen die Franken am Torwurf, so sah man in Niederbayern eine ungewöhnlich schwache Abwehrvorstellung der Rot-Weißen. Alles deutet jedenfalls auf eine interessante Partie hin, zumal mit Anzing und Haunstetten zwei der wenigen Vereine der Bayernliga mit einer 3:2:1-Defensivvariante den Erfolg suchen.