Viel Mühe aber wieder kein Lohn der Handballmänner

TSV-Hanball-logoDie Bayernliga-Männer des TSV Haunstetten verlieren nach einer starken ersten Halbzeit am Ende mit 28:30 (16:13). Positiv ist dabei nur die Rückkehr von Rückraumstar Stefan Tischinger nach einjähriger Verletzungspause.

Konsterniert und ratlos saßen die TSV-Akteure nach Schlusspfiff in der Kabine in Landshut. Schon wieder betrieb man viel Aufwand, nur um am Ende wieder ohne Punkte heimkehren zu müssen. Gerade in der ersten Halbzeit konnten die Augsburger die Vorgaben des Trainergespanns gut umsetzen. Gegen die körperlich starken Landshuter galt es als Einheit aggressiv und konzentriert in der Abwehr zu agieren, was dem TSV im ersten Durchgang sehr gut gelang. Darüber hinaus zeigte man im Angriff die wohl beste Leistung in der noch jungen Saison. Ruhig und abgeklärt ließ man Ball und Gegner laufen und riss auf diese Weise immer wieder große Löcher in die massive Abwehr des Gastgebers. Bis zum 9:9 in der 20. Minute gestaltete sich dabei ein absolut ausgeglichenes Spiel, dessen Ruder Haunstetten bis zur Pause vollends übernahm und sich vollkommen verdient auf 16:13 absetzte.

Doch Landshut kam stärker aus der Kabine. Stefan Tischinger – der ein sehr überzeugendes Comeback feierte und mit 6 Toren unterstrich, dass er trotz der langen Pause dem Team sofort wieder eine wichtige Stütze sein wird – konnte noch auf 17:13 erhöhen, doch danach holte der Gastgeber Tor um Tor auf. Dies geschah allerdings unter freundlicher Mithilfe der Augsburger, die nun in der Abwehr plötzlich Räume offen ließen und im Angriff vermehrt überhastet abschlossen. Gerade aus dem Rückraum scheiterte man mehrmals am nun stärker werdenden Torwart. Haunstetten vergaß zu diesem Zeitpunkt sich wieder auf die Stärken der ersten Halbzeit zu besinnen und sich auf das gut gelungene Laufspiel zu konzentrieren. Landshut glich in der 40. Minute erstmals wieder aus, danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zur 58. Minute konnte kein Team mit mehr als einem Tor in Führung gehen, doch eine unglückliche Zeitstrafe gegen Haunstetten ebnete dem Gastgeber schlussendlich den Weg zum Sieg.

„Wieder einmal haben wir sehr viel Aufwand betrieben und eine wirklich gute erste Halbzeit gespielt. Aber leider haben wir uns einmal mehr am Ende nicht belohnen können, weil wir in der zweiten Halbzeit die Vorgaben nicht mehr so umgesetzt haben wie zu Beginn. Das ist extrem ärgerlich und die Frustration der Mannschaft ist absolut verständlich. Die Stille in der Kabine nach dem Spiel spricht Bände. Aber ich kann nur wiederholen, was ich in den letzten Wochen schon gepredigt habe: Wir müssen weiter an unserem Spiel arbeiten und an unsere Chance glauben. Dann werden wir auch wieder Erfolg haben,“ so Trainer Rothfischer nach dem Spiel.

Am kommenden Samstag steht das erste Derby der Saison auf dem Programm. Um 18 Uhr empfängt man dann den Titelfavoriten aus Friedberg in der Albert-Loderer-Halle. Die Ausgangslage vor dem Spiel ist klar; der Gast aus dem Landkreis ist absoluter Favorit. „Auf dem Papier haben wir gegen Friedberg keine Chance, erst recht nicht wenn man die letzten Wochen betrachtet. Aber trotzdem werden wir uns nicht schon im Vorfeld geschlagen geben. Wenn Friedberg Schwäche zeigt, dann wollen wir da sein und Punkte holen. Letztes Jahr haben wir auch einmal gewonnen, also warum nicht auch dieses Jahr? Abgesehen davon ist es für jeden von uns ein besonderes Spiel, denn die Spieler kennen und mögen sich. Das sollte noch einmal ein paar Prozent Motivation mehr bei jedem freisetzen. Die Freundschaften zwischen den Mannschaften werden dann aber für 60 Minuten ruhen und wir wollen Friedberg das Leben so schwer wie möglich machen,“ kündigt Max Schnitzlein vor dem Duell gegen seinen Bruder Michael an.

TSV: Rothfischer, Fischer (Tor); Tischinger, Horner M. (je 6); Smotzek, Horner A. (je 4); Elsinger (3); Schnitzlein, Wiesner (je 2); Schaudt (1); Manz, Müller, Kurtenbach; Link D., Link F. (n.e.)