Jahreshauptversammlung 2015 des FC-Haunstetten

FC-HaunstettenAm Freitag, den 22. Mai 2015 um 19:30 Uhr, lud der Vorstand des FC-Haunstetten zur Jahreshauptversammlung. Mit 102 Anwesenden war die Versammlung so gut besucht wie schon lange nicht mehr. Grund dafür dürfte wohl das Publik-Werden der Fusionspläne des FC Haunstetten mit dem TSV Haunstetten gewesen sein, zu denen die Mitglieder sich nähere Informationen erhofften und zahlreiche Fragen sowie Bedenken hatten.

FC-Haunstetten

Um 19:40 Uhr eröffnete der Erste Vorsitzende Werner Krause die Versammlung. Er berichtete über die Arbeit des Vereins, der sich im vergangenen Tätigkeitsjahr zahlreichen Herausforderungen gegenüber sah. So wurde im Frühjahr der Gasanschluss für das Blockheizkraftwerk gelegt. Durch einen Schaden am Dach kam es zu einem Wasserschaden in der Küche, der behoben werden musste. Für die Sanierung des Daches musste ein Darlehen aufgenommen werden. Der FC Haunstetten konnte über die Firma Kühl bei den hinteren Garagen einen Papiercontainer aufstellen. Dieser wird bei Abholung gewogen. Alles was über einer Tonne in dem Papiercontainer ist, wird dem FC Haunstetten als Gutschrift verrechnet. Herr Kraus hob hervor, dass der Papiercontainer sehr gut angenommen werde. Im Herbst wurde die alte Heizungsanlage ausgebaut und die neue eingebaut, sodass Mitte November das Blockheizkraftwerk starten konnte. Nach einigen Startschwierigkeiten läuft es nach Aussage von Herrn Kraus nun problemlos. Da das Blockheizkraftwerk, nach Aussage von Herrn Kraus, mehr Strom produziert als vom Verein verbraucht wird, kann ein Teil in das Netz eingespeist werden, wodurch sich das Blockheizkraftwerk mitfinanziert. Weiterhin investierte der FC Haunstetten in einen neuen Rasentraktor. Herr Kraus erklärte, dass bisher die Stadt Augsburg die Grünflächen gemäht habe. Der Vorstand habe sich jedoch ausgerechnet, dass es den Verein wesentlich günstiger komme, die Grünflächen selbst zu mähen.

Bei den Berichten aus den Abteilungen gab es einen Tenor – alle Abteilungen plagen Nachwuchssorgen. Zahlreiche Abteilungen sind in den letzten Jahren zahlenmäßig immer kleiner geworden, da keine jüngeren Sportler nachkommen.

Mit Spannung wurde TOP 9 erwartet – Informationen zur geplanten Fusion mit dem TSV Haunstetten. Herr Moissl erklärte im Namen der Vorstandschaft die Gründe für die geplante Fusion und betonte, dass an dem heutigen Abend keine Abstimmung über die Fusion stattfinde. Es gehe lediglich um eine Satzungsänderung um in einem separaten Termin einfacher über eine Fusion abstimmen zu können. Nach Aussage von Herrn Moissl, sind die Mitgliederzahlen des FC Haunstetten, ebenso wie bei allen anderen Vereinen in Augsburg auch, in den letzten Jahren rapide gesunken. Aus diesem Grund gab es bereits vor ca. 5 Jahren erste Gespräche mit dem TSV Haunstetten, in denen die Möglichkeit einer Fusion angesprochen wurde. Da vor allem die Fußballmannschaften des TSV Haunstetten in ganz Haunstetten, teilweise bis nach Göggingen verteilt, Trainingsplätze nutzen, hätte sich der TSV an einer Zusammenlegung des Sportbetriebes und einer gemeinsamen Nutzung vorhandener Trainingsgelände, so Moissl, durchaus interessiert gezeigt. Aufgrund der sinkenden Mitgliederzahlen und den fehlenden Einnahmen hat sich die Vorstandschaft des FC Haunstetten vor etwa einem dreiviertel Jahr gezwungen gesehen, eine Fusion zu forcieren. An diesem Punkt kam es zu zahlreichen Wortmeldungen und Diskussionen. Herauszuhören war, dass vor allem die aktiven Fußballer um ihre sportlerische Karriere im Verein fürchten, da der TSV Haunstetten in denselben Ligen gute Mannschaften spielen hat. Es wurde die Befürchtung geäußert, vom TSV „geschluckt“ zu werden und die Eigenständigkeit zu verlieren. Einige Mitglieder äußerten ihre Sorge, dass diese Fusion nicht auf Augenhöhe stattfinden werde, da der TSV Haunstetten mit ca. 2.825 Mitgliedern wesentlich größer sei als der FC Haunstetten mit derzeit 468 Mitgliedern. Herr Moissl wies darauf hin, dass der FC nicht mehr weit davon entfernt sei, die Mitgliederzahl zu unterschreiten ab der der Verein unrentabel wird und sich auflösen müsste. Die Fusion mit dem TSV Haunstetten dagegen bedeute, dass beide Vereine sich nach einer Übergangsfrist vermutlich Anfang 2016 als ein gemeinsamer Verein mit einem neuen Namen neu gründen werden.

Zu der geplanten Fusion wird es nach Aussagen von Herrn Kraus und Herrn Berger im Juli 2015 einen extra Termin geben. Die Vereinsmitglieder werden dazu schriftlich eingeladen.

Da nicht alle Vorstandsposten zur Wahl standen wurde Thomas Berger als zweiter Vorstand wiedergewählt, ebenso die Kassiererin Gisela Berger – jedoch unter der Prämisse dieses Amt nur bis zur Fusion auszuüben. Als Beisitzerinnen wurden Eva Börner und Martina Sommer wiedergewählt, als Vereinsjugendleiter Sven Kollert. Als Kassenrevisor wurde Margot Appelt in ihrem Amt bestätigt.

Die Satzungsänderung wurde angenommen, so dass in einem weiteren Termin über die Fusion abgestimmt werden kann.

Um 22:25 Uhr beendete Herr Berger die Versammlung.