Enkeltrickbetrüger wieder ohne Erfolg in Haunstetten

Nach wie vor werden Senioren von Betrügern angerufen, die sich als Verwandte ausgeben und unter einer fadenscheinigen Legende deren Erspartes ergaunern wollen. Immer öfter bleibt es aber beim Versuch, weil die Angerufenen richtig reagieren und Rücksprache mit den tatsächlichen Familienmitgliedern halten.

So auch am 01.12.2015, als eine 86-jährige Rentnerin von einer weiblichen Betrügerin angerufen wurde, die vorgab ihre Enkelin zu sein. Sie schwindelte der Seniorin vor, einen Notartermin in Ingolstadt zu haben, weswegen sie auf die Schnelle einen mittleren
vierstelligen Bargeldbetrag benötigen würde.

Nach diesem Anruf erkundigte sich die 86-Jährige mustergültig bei ihrer tatsächlichen Enkelin, wo dann ganz schnell klar wurde, dass die Notargeschichte jeglicher Grundlage entbehrte. Kurze Zeit später klingelte es bei der Seniorin an der Haustüre. Da die Rentnerin aber zuvor instruiert worden war, niemanden in die Wohnung zu lassen, kam es zu keiner Geldübergabe.

Von weiteren Anrufen im gesamten Präsidialbereich wird ausgegangen, die Betrüger (männlich wie weiblich) suchen sich derzeit wieder gezielt alleinstehende Seniorinnen und Senioren aus, um mit der hinlänglich bekannten Masche an hohe Bargeldbeträge (auch hohe fünfstellige Summen) zu kommen.

Tipps Ihrer Polizei gegen den Enkeltrick:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen
    fordert.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige
    Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den
    Sachverhalt bestätigen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf
    verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie
    Anzeige.

Weitere Tipps und Betrugsmaschen erfahren sie auch im Internet unter:

www.polizei-beratung.de