Wappen von Haunstetten

haunstetten_wappen[1]

Wappen Haunstetten 1952

„Wappen: Geteilt und unten gespalten; oben in Blau ein springendes silbernes Pferd, unten rechts in Schwarz ein goldenes Kleeblattkreuz, links in Silber ein rotes Zahnrad.“

Anmerkung: Die Seiten sind so angegeben, wie sie vom Schildträger aus gesehen werden.

Erläuterung:
„Bischof Eberhard, auch Eggo genannt, der 1029 Bischof von Augsburg geworden war, schenkte während seiner 18jährigen Regierung außer der Lechbrücke samt Zoll und Grundstücken bis zum Mühlbach auch das Dorf Haunstetten der Benediktiner-Reichsabtei St. Ulrich und Afra, die bis zur Säkularisation alle grund- und gerichtsherrlichen Rechte im Dorfe ausübte. Von 1694 bis 1735 widmete Reichsabt Willibald Popp dem Dorfe seine besondere Fürsorge; er erbaute neben einem Schlosse, in dem er sich gerne aufhielt, auch einen Wirtschaftshof, der heute noch als einer der der ältesten Bauernhöfe erhalten ist und neben der Eingangstüre des Wappen des Reichsabtes trägt. Aus diesem persönlichen Wappen wurde das silberne Pferd im blauen Felde für das Stadtwappen entnommen,
Die lange Verbundenheit mit dem Reichsstift wurde durch das goldene Kleeblattkreuz im schwarzen Felde versinnbildlicht, das an die Stiftspatronin St. Afra erinnert. Nach einer Legende soll diese dem Hause Lusignan der Könige von Cypern entstammen, deren Wappen das Kleeblattkreuz in leicht abgewandelter Form entnommen ist.
Um auch die Entwicklung der jungen Stadt bis zur Gegenwart zu versinnbildlichen, wurde das Zahnrad als Symbol für die ortsansässige Industrie in das Stadtwappen aufgenommen. Es wurde in den Farben des Bistums Augsburg gegeben, um auch die territoriale Zugehörigkeit zu ihm zu dokumentieren.
Die dreistreifige Stadtfahne zeigt die Farben Blau-Weiß-Rot.

Wappen und Fahne wurden durch das Staatsministerium des Innern am 20. August 1952 verliehen (Nr. I B 1-3008/52) und bei der Stadterhebungsfeier am 6. September 1952 erstmals öffentlich gezeigt.“

Anmerkung: Der genannte älteste Bauernhof ist der „Bremhof“ in Haunstetten.
Aus Hermann Korhammer: „Gemeindewappen des Landkreises Augsburg.“
Im Selbstverlag des Landkreises Augsburg, Augsburg 1965.

Origin/Meaning:
The arms were granted in 1952. The upper part shows a horse, derived from the arms of Abbot Willibald Popp (1694-1753) of the Imperial Abbey of St. Ulrich and Afra in Augsburg. The city was a possession of the Abbey. The arms with the horse can be seen in the local church.
The lower half shows a cross, also derived from the arms of the Abbey. The wheel is a symbol for the industry in the city, which played an important role in the development since the mid 19th century.
Literature : Stadler, K. : Deutsche Wappen – Bundesrepublik Deutschland. Angelsachsen Verlag, 1964-1971, 8 volumes.