Haunstetten entführt einen Punkt aus Erlangen

Haunstettens Männer führen lange beim designierten Aufsteiger TV Erlangen-Bruck, müssen sich aber letztlich beim 28:28 (19:16)-Unentschieden mit einem Punkt am 24.3.2018 zufriedengeben.

Im Haunstetter Lager war man sich einig: man wollte die Auswärtsfahrt nach Mittelfranken nicht zur Kaffeefahrt verkommen lassen, sondern die absteigende Konzentration des Tabellenführers und Quasi-Meisters in den letzten Wochen nutzen, um Punkte mit nach Augsburg zu bringen.
Den Eindruck bestätigte die Mannschaft von Beginn an, indem man den Gastgeber vor allem offensiv immer wieder ins Hintertreffen geraten ließ. Leider verpasste man es gleichzeitig in der eigenen Abwehrarbeit Akzente setzen zu können, wodurch sich bis zum Seitenwechsel ein munteres Scheibenschießen entwickelte, welches Haunstetten gegen Ende der ersten Halbzeit besser für sich nutzte und auf 19:16 davonzog.
Die jeweiligen Trainer fanden in der Pause wohl die richtigen Worte, konzentrierten sich doch beide Mannschaften nach dem Seitenwechsel vermehrt auf ihre Abwehrarbeit. Haunstetten gelang es dabei nicht mehr so einfach zum Erfolg zu kommen wie noch vor der Halbzeit und zudem scheiterte man nun zunehmend am immer stärker werdenden Keeper Erlangens. Und so kam der Gastgeber in der 41. Minute wieder zum Ausgleich und läutete damit eine äußerst spannende Schlussphase ein.
Wie so oft in den letzten Wochen geriet Haunstetten in dieser entscheidenden Phase ins Hintertreffen und war drauf und dran eine lange aufrechterhaltene Führung aus der Hand zu geben. Doch ebenso oft in den letzten Wochen zeigte die Mannschaft auch diesmal Charakter, fightete bis zur letzten Sekunde und belohnte sich in Person eines wieder einmal überragenden Alex Horner (13 Tore) am Ende mit zumindest einem Punkt.
„Heute wäre definitiv wieder mehr drin gewesen,“ so Max Horner, der das Spiel verletzt verpasste, nach dem Spiel: „Wie so oft in letzter Zeit weiß man nicht so recht wohin mit den Emotionen und ob wir heute einen Punkt gewonnen oder verloren haben. Der Spielverlauf lässt jedenfalls wieder beide Interpretationsrichtungen zu. So oder so glaube ich aber, dass uns der Punkt beim Tabellenführer im Saisonendspurt und bei dem Versuch, vielleicht doch noch den ein oder anderen Platz nach oben zu klettern, hilft. Dafür sollten wir aber unsere Hausaufgaben erfüllen und nach Möglichkeit keinen Punkt mehr hergeben.“ Diese Vorgabe gilt ganz besonders nach der einwöchigen Pause anlässlich der Osterfeiertage. Denn dann gilt es nämlich erst einmal sich dagegen zu wehren nicht doch noch nach unten zu rutschen. Zu Gast in der Albert-Loderer-Halle ist nämlich der Tabellensechste aus Bayreuth, der aktuell 3 Punkte hinter dem TSVH steht und sicher alles daran setzen wird die Seuchen-Rückrunde, in der man von Platz 2 bis auf den aktuellen Tabellenrang durchgereicht wurde, vielleicht doch noch ein Stück weit erträglicher zu gestalten.

TSV: Fischer, Rothfischer (Tor); A. Horner (13/7); Schnitzlein (5); Smotzek (2/1); Wiesner, Jankrift (je 2); Manz, Müller, Schaudt, Singer (je 1)